Rechnungshof belegt Fachkräftemangel im brasilianischen Gesundheitssystem. / Copyright: Wikimedia Commons, Milton Jung
Rechnungshof belegt Fachkräftemangel im brasilianischen Gesundheitssystem. / Copyright: Wikimedia Commons, Milton Jung

Rechnungshof belegt Fachkräftemangel im brasilianischen Gesundheitssystem. / Copyright: Wikimedia Commons, Milton Jung

Ein Bericht vom brasilianischen Rechnungshof (Tribunal de Contas União, kurz: TCU) belegt, dass der bestehende Mangel an professionellen Kräften im Gesundheitssystem erhebliche Auswirkungen auf die Behandlungsmöglichkeiten in Krankenhäusern hat. Die Veröffentlichung zeigt auch, dass nur sechs Prozent der Krankenhäuser keine Probleme mit Überfüllung haben, und das 64 Prozent de Häuser stets eine höhere Zahl an Patienten behandeln als normalerweise vorgesehen ist. In 81 Prozent der Hospitäler ist das fehlende Fachpersonal der Hauptgrund für das Problem.

116 öffentliche Krankenhäuser in allen brasilianischen Bundesstaaten wurden vom Rechnungshof für den Bericht befragt, die etwas weniger als neun Prozent der Betten im öffentlichen Gesundheitswesen ausmachen und auf das Ungleichgewicht zwischen der Anzahl an Medizinern in den Hauptstädten und den Städten im Hinterland hindeuten. Während es in den Großstädten 4,56 Mediziner auf eintausend Einwohner kommen, ist es in den kleineren Städten gerade mal ein Mediziner.

Ein anderes gravierendes Problem ist laut Rechnungshof die Versorgung von Patienten mit nicht schwerwiegenden Erkrankungen in den Notfallkliniken. 58 Prozent der Befragten sagten, dass die Hälfte der Patienten mit besonderen Anliegen in der Primärversorgung behandelt werden könnten. Zudem halten 73 Prozent die Arbeitsstruktur ihrer Häuser für ungeeignet für die Aufnahme der Fälle. Darüber hinaus besitzen 23 Prozent der Einrichtungen eine teuere Ausstattung, die nicht voll ausgelastet oder gar nicht genutzt wird aufgrund der Struktur der Immobilie.

Die Untersuchung hat auch ergeben, dass die Zunahme an Rechtsstreitigkeiten mit dem Ziel Medikamente und Verfahren zu nutzen, die nicht vom Gesundheitssystem SUS (Sistema Único de Saúde) vorgesehen sind, bei den Gesundheitsverantwortlichen der Städte, Staaten und des Bundes Bedenken ausgelöst haben, denn häufig würden dadurch bestehende Bestimmungen missachtet, die Folge seien teure Behandlungen, was sich wiederum gravierend auf die Jahresplanung für das Gesundheitswesen in Brasilien auswirke.

hat sich besorgt an Führungskräfte der kommunalen, Landes-und Bundesgesundheits da gebracht, oft „das Interferenzströme und verachtet bestehende Protokolle, erfordert die Realisierung von sehr teuren Behandlungen und führen in der Umkehrung der Prioritäten in der Arzneimittelausgaben , mit schwerwiegenden Auswirkungen auf das Jahresprogramm der Gesundheit.“ Nach Zustimmung des Rechnungshofes, auf Bundesebene, stiegen die Ausgaben für Medikamente und die Kosten zur Durchsetzung von Gerichtsentscheidungen von 2,5 Millionen Reais in 2005 auf 266 Millionen Reais im Jahr 2011. (ls)