Kommunikationsminister Paulo Bernardo fordert stärkere Investitionen in Telekommunikation Brasiliens / Copyright: Agência Brasil

Kommunikationsminister Paulo Bernardo fordert stärkere Investitionen in Telekommunikation Brasiliens / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Kommunikationsminister Paulo Bernardo äußerte sich gestern (17.04.) darüber, dass Telekommunikationsunternehmen Schwierigkeiten hätten, den Bedürfnissen der Konsumenten gerecht zu werden, da sie weder ausreichend in die Serviceleistungen investierten noch den wachsenden Markt richtig einschätzten.

„Unsere Unternehmen setzten auf das Wachstums des Marktes, das auch weiterhin ansteigen wird und brauchen Investitionen“, so teilte der Minister mit.

Laut Bernardo sei Brasilien derzeit der siebtgrößte Internetmarkt weltweit und der drittgrößte bezüglich der Anzahl an Computern, was das Wachstum des Sektors widerspiegeln würde. Des Weiteren gab der Minister an, dass einige politische Maßnahmen, die vergangenes Jahr getroffen wurden, nun langsam Früchte tragen. So hätte zum Beispiel das Anbieten von Internetzugängen für nur 35 Reais (ca. 14 Euro) dazu beigetragen, dass man derzeit 1,5 Millionen Konten registriert. Unternehmen versuchen nun, weitere Möglichkeiten zu schaffen, um neue Kunden anzuziehen.

Außerdem hätte es Fortschritte mit dem neuen Gesetz für Kabelfernsehen geben, das durch die Nationale Agentur für Telekommunikation (Agência Nacional de Telecomunicações, kurz: ANATEL) reguliert wird. „Unsere Erwartungen sind, dass eine große Anzahl von Kleinunternehmen in diesem Sektor tätig wird und somit das Angebot des Kabelfernsehprogramms im Inneren des Landes vergrößern.“

Ein weiterer positiver Aspekt sei die Beseitigung rechtlicher Einschränken für die Unternehmen. Jetzt könnten sie weitestgehend frei in Bereichen wie Internet, Festnetz- und Mobiltelefonie agieren. Damit würde die Expansion des Sektors unterstützt werden, da dem Kunden mehr Sicherheit verschafft wird.

Was man nun von den Unternehmen erwarte, seien starke Investitionen in die Infrastruktur, damit Dienstleistungen erweitert werden können. Man rechne hierbei auch mit Finanzierungen der Nationalen Bank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social, kurz: BNDES). Die Regierung werde laut Bernardo außerdem weiterhin in neue Technologien investieren, wie in das Mobilfunknetz der vierten Generation (4G). (ds)