Die Anzahl der Insolvenzen geht zurück / Copyright: Agência Brasil
Die Industrie bietet immer mehr Arbeitsplätze / Copyright: Agência Brasil

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In Brasilien steigt die Anzahl von Industrieunternehmen mit mehr als einem Beschäftigten stetig. Im Vergleich zum Jahr 2010 gab es 2011 rund vier Prozent mehr Firmen im industriellen Sektor. Insgesamt stieg die Anzahl auf 310.000. Parallel dazu stieg auch die Zahl der Angestellten in diesem Wirtschaftszweig. Rund 8,6 Millionen Personen arbeiten laut Brasilianischem Institut für Geografie und Statistik (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística, kurz: IBGE) in Brasiliens Industrie. Das IBGE veröffentlichte am Samstag (21.06.) seine jährliche Studie zu der Entwicklung des Industriesektors.

Die Koordinatorin der Erhebung des IBGE, Maristella Rodriguez, erklärte, dass die gesamte brasilianische Wirtschaft im Jahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr mehr  Stabilität zeige. Ein sehr bescheidenes Wachstum sei ebenfalls zu erkennen. Dieser Prozess habe Parallelen zur Entwicklung der Weltwirtschaft und sei nach der Finanzkrise in den Jahren seit 2008 völlig normal. Vor allem natürliche Ressourcen würden zum Aufschwung der Industrie beitragen.

Besonders starken Einfluss auf die Entwicklung der brasilianischen Industrie habe die Förderung von Metallen, mit einem Anteil von rund 9,9 Prozent am gesamten Industriesektor, die Produktion von Schmiermitteln, Öl und Biobrennstoff, mit etwa 9,8 Prozent und die Lebensmittelherstellung mit insgesamt 12,6 Prozent Anteil.

Die brasilianische Industrie war laut IBGE für 28,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts verantwortlich. Dieser Wert war im Vergleich zu 2007, also dem Jahr vor der weltweiten Finanzkrise, zwar nur um 0,4 Prozentpunkte gestiegen, zeigt aber immerhin eine Erholung nach der Krise. (sg)