Ob die spanische Zuggesellschaft RENFE sich am brasilianischen Hochgeschwindigkeitszug TAV beteiligen kann, ist ungewiss / Copyright: Wikipedia, GNU, Yosemite
Ob sich das spanische Zugunternehmen RENFE am brasilianischen Hochgeschwindigkeitszug TAV beteiligen kann, ist ungewiss / Copyright: Wikipedia, GNU, Yosemite

Ob sich das spanische Zugunternehmen RENFE am brasilianischen Hochgeschwindigkeitszug TAV beteiligen kann, ist ungewiss / Copyright: Wikipedia, GNU, Yosemite

Das schwere Zugunglück des Hochgeschwindigkeitszuges in Spanien hatte in Brasilien Diskussionen über die Beteiligung des spanischen Zugunternehmens RENFE an den Versteigerungen der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke, die in Brasilien entstehen soll, bewirkt. Laut Richtlinien für die Versteigerung der Lizenzen dürfe sich kein Unternehmen beteiligen, das in den letzten fünf Jahren in einen schweren Unfall verwickelt war.

Gestern äußerte sich der Präsident des Unternehmens für Planung und Logistik EPL (Empresa de Planejamento e Logística), Bernardo Figueiredo, dass der Unfall die Versteigerungen nicht derart beeinflussen kann, dass die Termine verschoben werden. Somit erwarte man die Angebote immer noch für den 16. August, die Versteigerung findet am 19. September statt.

Des Weiteren hätte die brasilianische Regierung von der RENFE eine Erklärung erhalten, dass man mittlere mit hohen Geschwindigkeiten verwechselt habe und dass die Strecke, auf der der Zug fuhr, nicht für hohe Geschwindigkeiten gebaut wurde. Auch hatte die spanische Botschaft darüber informiert, dass der Unfall auf einer herkömmlichen Strecke passiert ist, die auf keinen Fall Geschwindigkeiten über 240 km/h standhalten konnte.

Die Nationale Transportagentur ANTT (Agência Nacional de Transportes Terrestres) werde nun die Erklärung der RENFE analysieren. Sollte diese eine Bestätigung erhalten, könne die RENFE immer noch an den Versteigerungen des brasilianischen Hochgeschwindigkeitszuges TAV teilnehmen. (ds)