Die Bundespolizei führt unter anderem Durchsuchungen und Beschlagnahmungen im Haus des Regionaldirektors der Post in Rio de Janeiro, Omar de Assis Moreira, durch. / Copyright: Wikimedia Commons, HVL
Die Bundespolizei führt unter anderem Durchsuchungen und Beschlagnahmungen im Haus des Regionaldirektors der Post in Rio de Janeiro, Omar de Assis Moreira, durch. / Copyright: Wikimedia Commons, HVL

Die Bundespolizei führt unter anderem Durchsuchungen und Beschlagnahmungen im Haus des Regionaldirektors der Post in Rio de Janeiro, Omar de Assis Moreira, durch. / Copyright: Wikimedia Commons, HVL

Die Bundesstaatsanwaltschaft (MPF) und die Bundespolizei (PF) haben den Korruptionsfall in der Gesundheitsabteilung der Post Correios von Rio de Janeiro aufgearbeitet. Laut einer Mitteilung, die am Mittwoch (19.11) von der MPF veröffentlicht wurde, verursachte der Vorfall einen Verlust von mehr als sieben Millionen Reais in den Kassen des staatlichen Unternehmens zwischen August 2011 und April 2013.

Dazu führt die Polizei Durchsuchungen und Beschlagnahmungen im Haus des Regionaldirektors des Unternehmens, Omar de Assis Moreira, und im Krankenhaus Balbino durch sowie im Haus von acht weiteren Beteiligten am Korruptionsfall und dem Krankenhaus Espanhol.

Laut der MPF haben Angestellte der Post, die in den Betrug verwickelt sind, Vergünstigungen mit den Krankenhäusern in Rio de Janeiro ausgehandelt, mit der Unterstützung von einem ehemaligen Direktor der Post und einem ehemaligen Geschäftsführer der Gesundheitsabteilung. Die Krankenhäuser erhielten in einem Monat Zahlungen, die normalerweise bis zu drei Monaten gedauert hätten. Im Gegenzug erhielten Angestellte der Post Schmiergelder vonseiten der Gesundheitseinrichtungen.

Die Untersuchungen haben zudem ergeben, dass die Beschuldigten die Zahlungen für chirurgische Behandlungen verteuert und die Werte in den Tabellen der Tagessätze und Raten erhöht haben, die an Krankenhäuser gezahlt wurden, sowie für Dienstleistungen gezahlt haben, die gar nicht erfüllt wurden. So ergaben die Untersuchungen verschieden Straftaten, inklusive der überhöhten Zahlung für eine Operation im Wert von fast einer Million Reais.

Die Post reagierte in einer Erklärung auf die Anschuldigungen und sagte, dass „die Angelegenheit bereits mit Unterstützung der Bundespolizei seit 2013 aufgeklärt wird“. (ls)