Laut Experten begünstigt E-Commerce in Brasilien den Anstieg von Betrugsfällen. / Copyright: Wikimedia Commons, Rock1997

Die Betrugsversuche an Verbrauchern haben im März die Marke von 183.111 Fällen erreicht, ein Rekord für den Monat seit Beginn der Aufzeichnungen in 2010, wie das Beratungsunternehmen Serasa Experian ermittelte. Zu den Betrugsfällen gehören Identitätsraub, wobei die persönlichen Daten anderer Personen von den Betrügern genutzt werden, um etwa Kredite zu bekommen. Im Vergleich zum März 2014 sind die Fälle um 17,8 Prozent angestiegen.

Dabei machten die Betrugsfälle per Telefon in diesem Jahr 76.582 aus, 41,8 Prozent der Gesamtzahl. Dies entspricht einem Plus von 38,1 Prozent gegenüber dem gleichen Monat im Vorjahr. Der Dienstleistungssektor, einschließlich Bau, Immobilien, Versicherungen und Dienstleistungen im Allgemeinen, kam auf 50.366 Registrierungen. Das entspricht 27,5% der Gesamtfälle. Im gleichen Vorjahreszeitraum allerdings lag der Anteil noch bei 32 Prozent der Fälle.

Der Bankensektor kommt an dritter Stelle mit 40.092 Betrugsversuchen, 21,9 Prozent. Im März 2014 waren dies noch 19,8 Prozent. Im Handel gab es 13.239 Fälle (7,2 Prozent).

Die Analysten von Serasa Experian glauben, dass die steigende Beliebtheit des Internets neben anderen Faktoren für den Anstieg der Betrugsfälle verantwortlich ist. Die Registrierung auf nicht gesicherten E-Commerce-Seiten sowie falsche Promotionen und Kampagnen in den sozialen Netzwerken würden die Opfer vor allem anlocken. (ls)

Quelle: Agência Brasil