Im Vergleich zum Juni dieses Jahres ist die Zahl der Betrugsversuche um 19,9 Prozent gestiegen. / Copyright: Wikimedia Commons, Mattes
Im Vergleich zum Juni dieses Jahres ist die Zahl der Betrugsversuche um 19,9 Prozent gestiegen. / Copyright: Wikimedia Commons, Mattes

Im Vergleich zum Juni dieses Jahres ist die Zahl der Betrugsversuche um 19,9 Prozent gestiegen. / Copyright: Wikimedia Commons, Mattes

Alle 14,8 Sekunden ist in Brasilien im Juli ein Verbraucher Opfer eines Betrugsversuches geworden, nachdem ihm Dokumente gestohlen wurden. Die Betrüger versuchten die persönlichen Daten zu nutzen, um damit Geschäfte zu machen, oder um Kredite aufzunehmen ohne dafür später die Zinsen zu zahlen. Laut dem Indikator für Betrugsversuche von der Unternehmensberatung Serasa Experian wurden im Juli dieses Jahres 180.919 Versuche gezählt – 19,9 Prozent mehr als noch im vergangenen Juni.

Schaut man sich allerdings die Zahlen von Januar bis Juni insgesamt an, ist ein Rückgang um 5,5 Prozent zu verzeichnen. Die Betrugsversuche haben sich auch im Vergleich zum Juli des Vorjahres verringert und zwar um 15,8 Prozent. Mehr als ein Drittel der Betrugsversuche im vergangenen Juli betrafen den Telefoniesektor (35,5 %) mit 64.167 registrierten Vorfällen. Im Vergleich zum Juli 2013 (49,7 Prozent) bedeutet das ein Rückgang um mehr als 10 Prozent.

In Dienstleistungsbereich kam es zu 56.752 Betrugsversuchen was einem Anteil von 31,4 Prozent an der Gesamtzahl entspricht. Dabei ging es um Touristikangebote, Schönheitssalons, Versicherungen, Baugeschäfte und Vermietungsgesellschaft. An dritter Stelle kommt der Bankensektor mit 43.348 registrierten Betrugsfällen, was einem Anteil von 24 Prozent an der Gesamtzahl entspricht. Im Juli 2013 lag dieser Anteil noch bei 16,7 Prozent.

Grund für viele Vorfälle ist laut der Untersuchung, dass viele Verbraucher zu leichtsinnig mit ihren Daten umgehen. Sie würden ihre persönlichen Daten einfach im Internet eingeben ohne sicherzustellen, ob die Seite genug abgesichert ist. (ls)