Auf dem 35. Kongress interner Wirtschaftsprüfer werden Fragen hinsichtlich der Korruptionsproblematik geklärt / 35º Congresso Brasileiro de Auditoria Interna
Auf dem 35. Kongress interner Wirtschaftsprüfer werden Fragen hinsichtlich der Korruptionsproblematik geklärt / 35º Congresso Brasileiro de Auditoria Interna

Auf dem 35. Kongress interner Wirtschaftsprüfer werden Fragen hinsichtlich der Korruptionsproblematik geklärt / 35º Congresso Brasileiro de Auditoria Interna

Laut Angaben des Leiters des Instituts für interne Wirtschaftsprüfungen Brasiliens (Instituto Auditores Internos do Brasil), Paulo Gomes, seien die Kontrollmechanismen der Regierung, die für das Aufspüren von Unregelmäßigkeiten bezüglich Korruption im Land verantwortlich sind, im vergangenen Jahr bereits verbessert worden, die Bevölkerung wird allerdings noch wenig in Prozesse einbezogen. Die Demonstrationen im Juni vergangenen Jahres, die Milliarden von Menschen aus verschiedensten Städten Brasiliens auf die Straße holten, seien Gomes zufolge punktuell und wenig zahlreich im Vergleich zur Größe des Landes gewesen. Auf der anderen Seite spiele die Presse eine große Rolle, um Druck bezüglich Ergebnisse der Korruptionsuntersuchungen zu erzeugen. Außerdem sei der Ruf eines Unternehmens oder einer Organisation sehr wichtig und ein Finanzskandal könne bereits im Verlust der Glaubwürdigkeit enden.

Diese Themen werden seit vergangenem Samstag (19.10.) bis zum kommenden Mittwoch (22.10.) auf dem 35. brasilianischen Kongress der internen Wirtschaftsprüfer CONBRAI (35º Congresso Brasileiro de Auditoria Interna) in Goiânia diskutiert. Anwesend sind öffentliche und private Institutionen, deren Ziel es ist, Herausforderungen zu besprechen und Erfahrungen hinsichtlich neuer Kontrollperspektiven auszutauschen.

Für Gomes würden sich die Prozesse zu einer Verbesserung der Kontrolle und zu einem Kampf gegen die Korruption im Land entwickeln. Allerdings müsse die Justiz schneller auf Verurteilungen dieser Art reagieren, dass die Bevölkerung nicht glaube, dass diese Verbrechen unbestraft bleiben. (ds)