Immer mehr ausländische Unternehmer werden von der vielversprechenden wirtschaftlichen Situation in Brasilien angezogen / Copyright: Creative Commons, Breogan

Immer mehr ausländische Unternehmer werden von der vielversprechenden wirtschaftlichen Situation in Brasilien angezogen / Copyright: Creative Commons, Breogan

Junge ausländische Unternehmer zieht es mit ihren Geschäftsideen immer mehr nach Brasilien. Sie werden vor allem von dem wachsenden Konsummarkt und der steigenden wirtschaftlichen Stabilität im Land angezogen. So kommen sie zu immer größeren Zahlen ins Land. Den Informationen des Ministeriums für Arbeit und Beschäftigung (Ministério do Trabalho e Emprego, kurz: MTE) zufolge, ist die Ausstellung von Arbeitserlaubnissen für Ausländer in Brasilien allein letztes Jahr um 25,9 Prozent angestiegen. Insgesamt wurden im Jahr 2011 70.524 Visa vergeben.

Die meisten vom wirtschaftlichen Potenzial Brasiliens Angezogenen, sind junge Menschen, die auf eine sehr gute Ausbildung an den besten Wirtschaftshochschulen der Welt zurückgreifen können, und jene, die ihre Karriere durchaus in ihren Heimatländern bestreiten könnten. Meist vereint sie jedoch der Wunsch, neue Geschäftsideen und Unternehmen mit großem Wachstums- und Entwicklungspotenzial in aufstrebenden Ökonomien zu schaffen. Zusätzlich stimuliert auch die Wirtschaftskrise in Europa und den USA diesen neuen Migrationsfluss. Unter den aufstrebenden BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) scheint die Entscheidung oftmals für Brasilien auszufallen, weil es allgemein als freundlich, wenig problematisch und als Land mit einer der höchsten Lebensqualitäten unter den BRICS gelte.

Das MTE erhob genauere Zahlen: von den 70.524 bewilligten Visa, kamen 1.020 Personen nach Brasilien, um ein eigenes Geschäft zu eröffnen und investierten allein 204,2 Millionen Reais (etwa 82 Millionen Euro) – fast 20 Prozent mehr als im Jahr 2010 (170,3 Millionen Reais, rund 68 Millionen Euro). (jv)