Cristina Kirchner, Dilma Rousseff / Copyright: Agência Brasil

Cristina Kirchner, Dilma Rousseff / Copyright: Agência Brasil

Am vergangenen Freitag (29.07.) besuchte die argentinische Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner erstmals Brasilien, seit Amtsantritt ihrer Kollegin Dilma Rousseff. Der erste Staatsbesuch Dilmas nach ihrem Wahlsieg führte sie im Januar nach Argentinien. Die Zusammenkunft war eine Möglichkeit die bilateralen Kooperationen zu beurteilen, die seit dem brasilianischen Regierungswechsel dieses Jahres bestehen.

Auf ein privates Treffen der Präsidentinnen folgte eines mit den jeweiligen Ministern und ein gemeinsames Mittagessen. In der Pressekonferenz am Nachmittag erklärte Dilma Rousseff: ,,Wir diskutierten über die großen Probleme der Weltwirtschaft und sollten gemeinsame, konkrete Maßnahmen entwickeln, um unsere beiden Länder zu schützen, in denen eine übermäßige Liquidität herrscht, die künstlich unsere Währungen aufwertet.“ Beide bestätigten, dass diese Themen bei einem Treffen der Finanzminister am 4. August und bei einer Zusammenkunft der Leiter der jeweiligen Zentralbanken am 10. August erörtert werden.

Nach dem Treffen der Staatspräsidentinnen wurde in Brasilia die neue argentinische Botschaft eröffnet, an der neben Cristina Kirchner und Dilma Rousseff auch der brasilianische Ex-Präsident Lula da Silva teilnahm. In seinem Diskurs betonte er, dass Kirchner und Rousseff für große Taten in Südamerika verantwortlich seien und gemeinsam die Weltwirtschaft beeinflussen werden. Es war die erste Regierungsveranstaltung, an der Lula seit seiner Amtsübergabe teilgenommen hat. (gp)