Einer der wichtigsten Lösungansätze für ein Wirtschaftswachstum sei die Bildung / Copyright: Agência Brasil
Einer der wichtigsten Lösungansätze für das Wirtschaftswachstum sei die Bildung / Copyright: Agência Brasil

Einer der wichtigsten Lösungansätze für das Wirtschaftswachstum sei die Bildung / Copyright: Agência Brasil

Gestern (09.12.) wurde der Bericht über Wirtschaftsperspektiven in Lateinamerika 2015 vom Zentrum der Organisation für Kooperation und wirtschaftliche Entwicklung OCDE in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und der Karibik CEPAL und der Entwicklungsbank Lateinamerikas CAF herausgegeben. Der Bericht hebt verschiedene Lösungsansätze für das verlangsamte Wirtschaftswachstum im Land hervor: Investitionen in die Bildung, die Ausbildung von Arbeitskräften und die Förderung von Innovationen.

Laut Schätzungen werde die Wirtschaft im untersuchten Raum in diesem Jahr zwischen 1 Prozent und 1,5 Prozent wachsen, weitaus weniger als 2013 (2,5 Prozent) und 2012 (2,9 Prozent). Dementsprechend müsse bald gehandelt werden. Für die Sekretärin der CEPAL, Alicia Bárcena, sei es notwendig, die Verbindung zwischen Bildung, Produktivität und Innovationen zu stärken und damit einhergehend eine bessere Ausbildung von Arbeitern zu garantieren mit einer vielfältigen Wirtschaft, die sich in einem qualitativ hochwertigen Markt widerspiegelt und in besser bezahlten Arbeitsstellen. Im Gegenzug dazu hätte man weniger Informalität, Arbeitslosigkeit und Ungleichheit.

Der Leiter der CAF, Enrique Garcia, bekundete seinerseits, dass Lateinamerika die Integration fördern müsse und den strukturellen Herausforderungen entgegentreten muss, die für ein Wirtschaftwachstum nötig seien. Seiner Meinung nach sind das Investitionen in Innovationen, die Verbesserung der Produktionsstandards, der Bildung und technischer Kapazitäten.

Brasilien hebt sich im Bericht allerdings durch die bereits hohen Investitionen in die Bildung von anderen Ländern ab. Zwischen den Jahren 2000 und 2010 gab es in diesem Bereich einen Anstieg von 4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf 5,8 Prozent. Damit liegt das Land über dem Durchschnittswert Lateinamerikas (5 Prozent) und der OCDE-Region (5,6 Prozent). Die ungleiche Verteilung bezüglich des Zugriffs auf Bildung ist allerdings immer noch ein Problem: Bei der ärmsten Bevölkerung ist diese 15 Prozent geringer. Ein weiterer Faktor ist die relativ hohe Rate von Schulabbrechern. In der Grundbildung liegt die Rate bei 46 Prozent, in der Sekundärbildung bei 26 Prozent. (ds)