Zwischen 2000 und 2011 haben sich die Investitionen in Bildung in Brasilin um den Faktor 2,5 erhöht. / Copyright: Wikimedia Commons, Tiago Abreu
Zwischen 2000 und 2011 haben sich die Investitionen in Bildung in Brasilin um den Faktor 2,5 erhöht. / Copyright: Wikimedia Commons, Tiago Abreu

Zwischen 2000 und 2011 haben sich die Investitionen in Bildung in Brasilin um den Faktor 2,5 erhöht. / Copyright: Wikimedia Commons, Tiago Abreu

Die öffentlichen Ausgaben für Bildung sollten im bis 2030 verdoppelt werden. Die Empfehlung kommt von Wissenschaftlern der Universität Fundação Getúlio Vargas. Ohne eine Verbesserung würden die bisher eingesetzten Mittel nicht das gewünschte Ergebnis erzielen. „Wenn wir nicht gewissenhafter mit der Bildungsfinanzierung umgehen, werden wir nicht bei zehn Prozent an Investitionen in die Bildung gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) ankommen. Und wir werden nicht erreichen, was die Menschen erwarten: „Bildung von Qualität“, sagt der Wissenschaftler Fernando de Holanda Barbosa.

Er spricht sich für attraktivere Schulen im Mittelschulbereich aus, weil hier die Ausfallraten besonders hoch sind. „Wenn wir einfach nur mehr Geld in die Schulen stecken, die jetzt schon keinen Erfolg haben, werden wir zwar mehr Geld ausgeben, aber trotzdem das gleiche Ergebnis erzielen.“

Der Forscher Fernando Veloso weist zudem darauf hin, die Ausgaben pro Schüler die größte Auswirkung haben werden. Dabei übersteige das Ziel, innerhalb von zehn Jahren zehn Prozent des BIP in Bildung zu investieren, das Budget von Industrieländern für den Bildungssektor. Derzeit lägen die Investitionen Brasiliens pro Schüler bei etwa einem Drittel der Durchschnittsinvestitionen dieser Länder.

Die Investitionen pro Schüler sind zwischen 2000 und 2011 um den Faktor 2,5 von 1.962 Reais auf 4.916 Reais angestiegen, wie das nationale Institut für Erziehungswissenschaften Teixeira (Inep) feststellte. Für Veloso hat sich die Bildung allerdings noch nicht entsprechend verbessert. „Es gab einen Fortschritt in den Anfangsjahren bei der Grundbildung, der sich allerdings mittelfristig verringert hat und im Mittelschulbereich stagniert ist.“

Die Vorhersagen für das Wachstum der brasilianischen Bevölkerung würden zeigen, dass sich die Zahl der Schüler in der Grundbildung bis 2020 um vier Millionen verringern wird. Ab 2020 soll außerdem die Zahl der Studenten zwischen 15 und 17 Jahren zurückgehen. Veloso glaubt, dass in einem Szenario mit einer garantierten Investitionssumme von zehn Prozent des BIP und einem mittleren Wachstum der Wirtschaft von zwei Prozent pro Jahr, sich die Investitionen pro Schüler um den Faktor 3,5 erhöhen können. (ls)

Quelle: Agência Brasil