Brasilianischer Minister für Wissenschaft, Technik und Innovation, Aloizio Mercadante / Copyright: Agência Brasil

Brasilianischer Minister für Wissenschaft, Technik und Innovation, Aloizio Mercadante / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Bildungsminister Aloizio Mercadante sprach gestern (04.04.) Studenten die Empfehlung aus, die im Rahmen des Programms Wissenschaft ohne Grenzen (Programa Ciências sem Fronteiras, kurz: CsF) einen Auslangsaufenthalt durchführen möchten, sich stärker mit dem Studium von Fremdsprachen zu beschäftigen. Das würde den Zugang zu internationalen Institutionen erleichtern.

Laut Mercadante sei bei der Ausführung des Programms bisher die größte Herausforderung, dass Studenten Schwierigkeiten haben, eine weitere Sprache, vor allem das Englische, zu lernen. Durch das CsF wurden bereits 14.600 Stipendien vergeben, von denen 3.700 Studenten schon im Ausland studieren.

Die jeweiligen Studenten, die für das Programm ausgewählt wurden, müssen eine Mindestpunktzahl beim Englischtest für Nichtmuttersprachler TOEFL, ein international anerkanntes Zertifikat der englischen Sprache, vorweisen. Die Studenten haben die Möglichkeit, ein halbes Jahr die Sprache im Ausland zu lernen, erreichen sie aber nach dieser Zeit die Mindestpunktzahl im Test nicht, werden sie von der ausländischen Institution nicht angenommen.

Aus diesem Grund sei das Bildungsministerium bemüht, Universitäten und andere Einrichtungen wie Botschaften zu mobilisieren, das Angebot an Englischkursen zu erhöhen. Mercadante empfiehlt den Studenten, schon zu Beginn des Studiums an den Universitäten diese Angebote in Anspruch zu nehmen, um im folgenden Jahr den Aufnahmetest abzulegen.

Im derzeitigen Programm des CsF sind 2.965 Stipendien für Austauschprogramme vorhanden, in der die Studienzeit halbiert wird: Die eine Hälfte des Studiums kann im Ausland absolviert werden, die andere Hälfte in Brasilien. Hierbei handelt es sich um die Länder Australien, Belgien, Korea, Spanien, Holland, Kanada und Portugal. Priorität haben Ingenieurstudiengänge sowie Studiengänge der Bereiche Wissenschaft und Technik.

Das nächste Programm wird im Mai diesen Jahres herauskommen und weitere Zielländer wie Deutschland, Frankreich, Italien, das Vereinigte Königreich, Kanada und die USA beinhalten. Die brasilianische Regierung führte darüber hinaus noch Verhandlungen mit Irland, Norwegen, Indien und Finnland.

Des Weiteren gäbe es eine sehr hohe Nachfrage nach ausländischen Forschern und Professoren, die in Brasilien arbeiten wollen, so Mercadante. Dies zeige, dass das Interesse an Brasilien in den letzten Jahren international stark gestiegen sei. (ds)