Auf lange Sicht kann das Billings-System eine Alternative zum Cantareira sein. / Copyright: Agênica Brasil
Auf lange Sicht kann das Billings-System eine Alternative zum Cantareira sein. / Copyright: Agênica Brasil

Auf lange Sicht kann das Billings-Reservoir eine Alternative zum Cantareira sein. / Copyright: Agênica Brasil

Mit der zehnfachen Kapazität im Vergleich zum bisherigen Wasserversorgungssystem Cantareira stellt das Billings-Reservoir, das in Zukunft für die Versorgung der Personen eingesetzt werden soll, die mit der Wassernotsituation kämpfen müssen, eine echte Alternative dar, informierte der brasilianische Verband für sanitäre Grundausstattung des Bundesstaates São Paulo (Sabesp). Allerdings könne das System nur auf lange Sicht Anwendung finden, denn es werde erst 2018 fertiggestellt.

Durch die Bauarbeiten wird der Fluss Rio Pequeno mit dem System Rio Grande verbunden, beides Arme des Billings-Stausees. Dieses Vorgehen ermöglicht den Eintritt von Wasser in Höhe von 2,2 Kubikmetern pro Sekunde (m³/s) und damit die Versorgung der Gebiete, die zuvor auf das Cantareira-System angewiesen waren. Am Dienstag (20.01.) sank die Kapazität des gefährdeten Systems bereits auf 5,6 Prozent.

Das Billings-Reservoir wurde schon von verschiedenen NGOs als Alternative vorgeschlagen. Derzeit wird der Großteil noch zur Gewinnung elektrischer Energie genutzt. Mit einer Kapazität von 995 Millionen Kubikmetern weist es 57,7 Prozent Wasservorhaben auf. Das Cantareira habe zwar ähnliche Kapazitäten (982 Millionen m³), die Wasserreserven würden allerdings Stück für Stück sinken und das System droht auszutrocknen. Das könne laut Angaben des Nationalen Überwachungszentrums für Naturkatastrophen (Cemaden) bereits im Juni dieses Jahres der Fall sein. (ds)

Quelle: Agênia Brasil