Finanzminister Guido Mantega geht von einem stärkeren Wirtschaftswachstum in 2014 aus als im vergangenen Jahr. / Copyright: Agência Brasil
Finanzminister Guido Mantega geht von einem stärkeren Wirtschaftswachstum in 2014 aus als im vergangenen Jahr. / Copyright: Agência Brasil

Finanzminister Guido Mantega geht von einem stärkeren Wirtschaftswachstum in 2014 als im vergangenen Jahr aus. / Copyright: Agência Brasil

Das Wirtschaftswachstum könnte in diesem Jahr etwas höher ausfallen als in 2013, als das Bruttoinlandsprodukt um 2,3 Prozent gestiegen ist. Davon geht der brasilianische Finanzminister Guido Mantega aus, der seine Erwartung auf Grundlage erhöhter Kreditvergaben an Verbraucher und die Neuauflage von Krediten für Investitionen stützt. „Im vergangenen Jahr hatten wir ein beachtliches Wachstum für Investitionen und ein eher verhaltenes Wachstum beim Konsum. Ich habe keine Hochrechnung, aber wir werden in diesem Jahr ein substantielles Wachstum verzeichnen, was voraussichtlich höher als im vergangenen Jahr ausfällt“, sagte der Minister sinngemäß am vergangenen Donnerstag (27. Februar) bei der Präsentation der Ergebnisse für 2013 durch das brasilianische Institut für Geografie und Statistik (IBGE).

Mantega fügte hinzu, dass der Konsum zwar mit einer langsameren Geschwindigkeit steigen würde als noch in früheren Zeiten, er betonte aber zugleich, dass der Anstieg immer noch die Erwartungen der Wirtschaftler der Regierung erfülle. Durch die aktuelle Vergabe von Krediten für Investitionen und für den Konsum, würden sich die wirtschaftlichen Bedingungen im Land beständig verbessern. „Es stimmt, dass die brasilianischen Institutionen generell vorsichtiger sind und weniger Kredite vergeben. Aber in bestimmten Fällen gewähren sie die Gelder, wenn die Voraussetzungen mehr Sicherheit versprechen. So bekommt der Verbraucher wieder Möglichkeiten an mehr Kredite zu kommen.“

Mantega geht von einer Investitionsquote im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt von 24 Prozent bis 2020 aus. Zudem wies er auch auf die Verbesserung der wirtschaftlichen Grundlage in Brasilien hin, mit einer kontrollierten Inflation und der Überarbeitung der Fiskalpolitik. Er sagte auch, dass die strengere Geldpolitik der Zentralbank mit höheren Zinsen, um die Inflation auf einem aktzeptablen Niveau zu halten oder sogar zu senken, einen positiven Effekt auf das Wirtschaftswachstum habe. Erst am vergangenen Mittwoch (26. Februar) erhöhte die Zentralbank zum achten Mal in Folge den Basiszinssatz (Selic), der auf 10,75 Prozent pro Jahr gestiegen ist. (ls)