BMW Hauptsitz in München / Copyright: Wikipedia, gemeinfrei

BMW setzt große Hoffnungen in Brasilien und wird dort ein Montagewerk bauen / BMW Hauptsitz in München / Copyright: Wikipedia, gemeinfrei

Am Donnerstag (15.12.) teilte BMW-Konzernchef Norbert Reithofer mit, dass das Unternehmen ein Montagewerk in Brasilien bauen werde. Nach einem Standort wird laut Reithofer noch gesucht. Das südamerikanische Land würde für den Konzern nach Indien und China den interessantesten Markt darstellen, da dieser gerade sehr gute Wachstumschancen habe.

Die brasilianischen Regierung setzt sich sehr deutlich dafür ein, dass ausländische Automobilhersteller im Land produzieren. Im September hatte man den Zoll auf Importautos um 30 Prozentpunkte erhöht (siehe dazu auch den Artikel aus der Serie Recht & Steuern: Neue IPI-Sätze für die Automobilindustrie).

Außer in Brasilien setzt BWM große Hoffnungen in die Schwellenländer Indien, China, Russland, in die Türkei sowie in Südkorea. Auch die Lage der USA sieht Reithofer optimistisch. Für Europa rechne der Konzernchef mit einem leichten Wachstum, sehe aber die Situation der südeuropäischen Länder wie Spanien, Portugal und Italien eher kritisch.

Des Weiteren teilte Reithofer mit, dass sich das Unternehmen für mögliche Krisensituationen gut gerüstet fühle. Das Jahr 2011 stellte in der Geschichte BMWs eines der erfolgreichsten Jahre mit weltweit 1,510 Millionen verkauften Fahrzeugen der Marken BWM, Mini und Rolls-Royce bis Dezember dar. Damit konnten die bisher höchsten Absatzzahlen des Jahres 2007 bereits vor Jahresende überboten werden. BMW liegt weiterhin vor seinen Konkurrenten Audi und Daimler. (ds)