Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit dem Gouverneur von Santa Catarina, Raimundo Colombo, und Ian Robertson, Vizepräsident der Verkaufs- und Marketingabteilung von BMW / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit dem Gouverneur von Santa Catarina, Raimundo Colombo, und Ian Robertson, Vizepräsident der Verkaufs- und Marketingabteilung von BMW / Copyright: Agência Brasil

Der Automobilhersteller BMW wird ab Ende 2014 in Brasilien Fahrzeuge herstellen, so teilte gestern (22.10.) Ian Robertson, Vizepräsident der Verkaufs- und Marketingabteilung des Unternehmens, mit. Zuvor hatte Robertson bei einem Treffen mit der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff, mit dem Finanzminister Guido Mantega, dem Minister für Entwicklung, Industrie und Außenhandel, Fernando Pimentel und die Ministerin für institutionelle Beziehungen, Ideli Salvatti, teilgenommen.

Die neue BMW-Fabrik soll in der Gemeinde Araquari im Bundesstaat Santa Catarina errichtet werden. So wird man ca. 1.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Robertson erklärte, dass das Unternehmen auch Schulungen der Angestellten anbieten werde, wie die Ausbildung brasilianischer Arbeiter in den Fabriken Deutschlands und anderer Länder. Damit möchte man garantieren, dass zu Beginn der Herstellung der Fahrzeuge in Brasilien, die Standardproduktionsrichtlinien von BMW eingehalten werden.

Laut Robertson wurde die Gemeinde aufgrund ihrer lokalen Logistik gewählt sowie aufgrund der qualifizierten Arbeitskräfte. Der Gouverneur von Santa Catarina, Raimundo Colombo, betonte, dass das Unternehmen auch steuerliche Anreize haben werde, für die in der kommenden Woche Verträge unterschrieben werden.

Die geplanten Investitionen in die Fabrik belaufen sich auf 200 Millionen Euro. 20.000 Fahrzeuge sollen pro Jahr produziert werden. Zu Beginn werde man sich auf die Produktion von kleinen Nutzfahrzeugen konzentrieren. Je nach Nachfrage auf dem Markt seien später auch andere Modelle möglich. Robertson merkte an, dass der brasilianische Markt für Luxusfahrzeuge einen Prozent insgesamt ausmache, er aber großes Wachstumspotenzial hätte. (ds)