Der deutsche Automobilkonzern BMW stellte gestern seinen Investitionsplan für ihre brasilianische Fabrik vor / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, T. Doerfer

Der deutsche Automobilkonzern BMW stellte gestern seinen Investitionsplan für ihre brasilianische Fabrik vor / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, T. Doerfer

Wie bereits angekündigt, plant der deutsche Automobilkonzern BMW eine Fabrik in Brasilien zu eröffnen. Gestern (13.10.) wurden Fernando Pimentel, dem brasilianischen Minister für Entwicklung, Industrie und Handel, erste Planungen präsentiert. Der Chef von BMW Brasilien, Henning Dornbusch, traf sich im Zuge dessen mit dem Minister und sprach über die geschätzten Ausgaben, die für die Infrastruktur nötig seien, wie viele Fahrzeuge jährlich produziert werden würden und die Anzahl an geschaffenen Arbeitsplätzen.

BMW plant außerdem, ab heute eine Roadshow in verschiedenen brasilianischen Bundesstaaten durchzuführen, um zu wissen, in welchem Bundesstaat die günstigsten steuerlichen Bedingungen geboten werden. Daraufhin werde entschieden, wo genau die Fabrik gebaut wird.

Neben der Präsentation des Investitionsplanes war es dem Autobauer zudem wichtig, eine direkte Verbindung zur brasilianischen Regierung herzustellen, die sich in der vergangenen Woche bereit erklärt hat, mit ausländischen Firmen zu verhandeln, die planen in Brasilien zu investieren und dort ihre Kraftfahrzeuge zu produzieren.

Seit der Ankündigung der Erhöhung der Importsteuer um 30 Prozentpunkte für Fahrzeuge, die zu 35 Prozent aus importierten Teilen bestehen, haben mehrere ausländische Autohersteller angekündigt, in Brasilien zu produzieren. So werden Renault/Nissan in Resende (Bundesstaat Rio de Janeiro) eine Fabrik eröffnen, der chinesische Autobauer JAC Motors plant eine Produktionsstätte in Camaçari (Bahia) und Hyundai wird seine Fahrzeuge demnächst in Piracicaba (São Paulo) produzieren. (gp)