Logo der Nationalen Bank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung BNDES / Copyright: BNDES

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Die finanziellen Unterstützungsleistungen der Nationalen Bank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social, kurz: BNDES) erreichen 2011 im Sozialbereich 6,8 Milliarden Reais (ca. 2,8 Milliarden Euro), was 4,9 Prozent der gesamten Freigaben der Institution darstelle. So teilte gestern (28.12.) Élvio Gaspar, Präsident der Abteilung für Kredite und soziale Eingliederung der BNDES, mit.

Die Finanzierungsanträge würden sich dieses Jahr auf elf Milliarden Reais summieren, im Gegensatz zu den 9,1 Milliarden im vergangenen Jahr. Die Anträge seien in den letzten drei Jahren um zwei Milliarden Reais angestiegen, so Gaspar. Davon gingen 33 Prozent in den Nordosten Brasiliens.

2008 hatte die brasilianische Regierung in Anbetracht der Wirtschaftskrise ein Notfinanzierungsprogramm (Programa Emergencial de Financiamento) ins Leben gerufen, durch das die Unterstützung der Bundesstaaten und Gemeinden durch die Bank erweitert wurde. So konzentrierte sich die BNDES nicht mehr auf individuelle Projekte des Landes, sondern setze Prioritäten auf bundesstaatliche Investitionspläne.

Des Weiteren werden im Sozialbereich Unterstützungen der Stadtverwaltungen für den Erwerb von Maschinen und Ausstattungen gewährleistet. Derzeit erhalten 400 Gemeinden Hilfe, Ziel seien 2.500 Gemeinden. Zum Beispiel engagierte sich die BNDES für das Programm „Schulweg“ (Caminho da Escola), durch das der Kauf von Schulbussen gefördert wird. Gaspar ist der Meinung, dass die Jahre 2012 und 2013 einen großen Sprung für die Verbesserung der Verwaltung der Gemeinden darstellen werde.

Auch die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie die Gewährleistung von Mikrokrediten gehören zu den Aufgaben der BNDES. Durch die Zusammenarbeit des Ministeriums für Soziale Entwicklung und des Ministeriums für Agrarentwicklung mit den Bundesstaaten und Verbänden großer Unternehmen stiegen die Investitionen von zehn Millionen Reais im Jahr 2006 auf 180 Millionen im Jahr 2011. (ds)