Der Präsident der BNDES Luciano Coutinho wurde Anfang dieses Jahres von Präsidentin Rousseff für die aktuelle Regierungszeit im Amt bestätigt. / Copyright: Agência Brasil

Die Ausgaben der brasilianischen Entwicklungsbank BNDES sind im ersten Quartal dieses Jahres um 24 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres gesunken. Derzeit liegen sie bei 33,3 Milliarden Reais. Eine ähnliche Entwicklung ist bei den Beratungsdiensten für Finanzierungslösungen zu beobachten (-47 Prozent) sowie bei der Genehmigung von Projekten (-46 Prozent). Die Daten wurden von der Bank selbst in der vergangenen Woche veröffentlicht. Nach eigenen Angaben seien die Kürzungen in erster Linie auf die neue operationale Politik zurückzuführen.

Ein Pressesprecher der BNDES erklärte, dass die Anpassungen zum Beispiel eine Verringerung der maximalen Beteiligung bei der Langzeit-Zinsrate (TJPL) möglich machen. Derzeit liegt die Beteiligung bei sechs Prozent im Jahr. Ziel der Bank ist es, seine Präsenz auf dem Kapitalmarkt für Langzeit-Finanzierungen für den produzierenden Sektor zu erweitern. Die letzte Anpassung hierfür wurde im Dezember 2014 vorgenommen.

Ein anderer Grund für den Rückgang der bewilligten Mittel in den ersten drei Monaten war die Überarbeitung des Programms zur Förderung von Investitionen (BNDES PSI), das Kapitalgüter mit fester Zinsrate finanziert. Die Ausgaben für Projekte im Rahmen dieses Programms wurden um 18 Prozent zurückgefahren.

Auf der anderen Seite stiegen die Ausgaben allerdings über die sogenannte BNDES Karte – für den Erwerb von Maschinen und Ausrüstung über das Internetportal der Bank für Mikro-, Klein- und mittlere Unternehmen. Hier liegt das Plus bei 16 Prozent, was zu einer Ausgabensumme von 2,8 Milliarden Reais führte. (ls)

Quelle: Agência Brasil