Luciano Coutinho, Präsident der Nationalen Bank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung BNDES, über die benötigten Mittel des Schatzamtes / Copyright: Agência Brasil
Luciano Coutinho, Präsident der Nationalen Bank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung BNDES, über die benötigten Mittel des Schatzamtes / Copyright: Agência Brasil

Luciano Coutinho, Präsident der Nationalen Bank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung BNDES, über die benötigten Mittel des Schatzamtes / Copyright: Agência Brasil

Der Präsident der brasilianischen Entwicklungsbank BNDES (Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social), Luciano Coutinho, bestätigte gestern (12.05.), dass die Einrichtung finanzielle Mittel des brasilianischen Schatzamtes Tesouro Nacional benötige, um weiterhin die Investitionen der Bank aufrechterhalten zu können. Laut Coutinho sei das Budget der BNDES im diesem Jahr etwas niedriger als im vergangenen.

„Es ist wichtig, die Investitionen zu unterstützen, da alle die Rate an Investitionen im Land erhöhen wollen. Wir wollen die Beteiligung von privaten Banken ankurbeln und die Kredite seitens der BNDES etwas zurückfahren, ohne die Investitionen negativ zu beeinflussen“, so der Präsident.

Seit 2009 gingen 305 Milliarden Reais des Schatzamtes an die BNDES in Form von Einnahmen aus Wertpapiergeschäften. Mit den Verkäufen am Markt erhält die Bank mehr Kapital für Unternehmen. Allein im vergangenen Jahr waren das 15 Milliarden Reais durch diese Art von Geschäften. In diesem Jahr hat das Schatzamt an die BNDES noch keine Gelder übermittelt.

Während seines Vortrags äußerte sich Coutinho auch zu Kritiken, dass die Anzahl der Darlehen der BNDES für den produktiven Sektor die öffentlichen Schulden steigen ließen und die Inflation erhöhen. Die Kritiker würden nur die Ausgaben betrachten und nicht diejenigen, die von den Investitionen profitieren. (ds)