Der Brasilianer Eike Batista galt noch vor einem Jahr als Anwerter auf den Platz des reichsten Mannes. Heute kämpft seinKonzern EBX um das Überleben. / Copyright: Agência Brasil
Der Brasilianer Eike Batista galt noch vor einem Jahr als Anwerter auf den Platz des reichsten Mannes. Heute kämpft seinKonzern EBX um das Überleben. / Copyright: Agência Brasil

Der Brasilianer Eike Batista galt noch vor einem Jahr als Anwerter auf den Platz des reichsten Mannes. Heute kämpft seinKonzern EBX um das Überleben. / Copyright: Agência Brasil

In einem letzten Versuch soll der vor der Insolvenz stehende Gas-und Erdölkonzern OGX des brasilianischen Magnaten Eike Batista aus den Schulden gerettet werden. Bis Jahresende soll die Bohrinsel OSX-3 im Feld Bacia de Campos, rund 80 Kilometer vor der Küste von Rio de Janeiro, mit den Bohrungen beginnen. Die Bohrstelle und Lagerstätte mit dem Namen Tubarão Martelo (Hammerhai) ist mittlerweile die einzige, von der sich die Gläubger und Investoren etwas versprechen und deren Planungen bisher ohne Verzögerungen verliefen. Im Gegensatz dazu wurden die Pläne zu den weiteren Bohrstellen des OGX-Konzerns, Tubarão Tigre, Areia und Gato – ebenso im Feld Bacia de Campos, vorzeitig eingestellt beziehungsweise fanden keine ausreichende Finanzierung.

Die Bohrinsel, die vergangene Woche von Überholungsarbeiten aus Singapur zurückgekommen ist, hat eine Lagerkapazität von 1,3 Milliarden Barril und Produktionskapazität von 100.000 Barril täglich.  Derzeit werden die Ölvorkommen dieses Lagers auf 285 Millionen Barril geschätzt. Jedoch wird sich das tatsächliche Potential der Lagerstätte zeigen, nachdem die Bohrungen begonnen haben. Die brasilianische Bundesagentur für Erdöl, Gas und Biodiesel (Agência Nacional do Petróleo, Gás e Biocombustíveis, kurz: ANP) geht mittlerweile davon aus, dass man die Reserven wohl nach unten korrigieren müsse.

Das sind keine guten Nachrichten für das angeschlagene Unternehmen OGX. Dieses wies zuletzt Auslandsschulden in Höhe von 3,6 Milliarden US-Dollar (circa 2,7 Milliarden Euro) auf. Viele sind in den kommenden Jahren zu begleichen. Laut „Bloomberg“ betrug das Vermögen von Batista im März 2012 noch 34,5 Milliarden Dollar (rund 26 Milliarden Euro). Fehlinvestitionen und –spekulationen trugen zu dem rasanten Fall bei. (ms)