Keine Kürzungen bei der Sozialhilfe Bolsa Familie verspricht die Ministerin Tereza Campello. / Copyright: Agência Brasil Keine Kürzungen bei der Sozialhilfe Bolsa Familie verspricht die Ministerin Tereza Campello. / Copyright: Agência Brasil

Im Zuge der laufenden Haushaltskürzungen im brasilianischen Parlament sollen das brasilianische Sozialhilfe-Programm „Bolsa Familia“ und das Programm für Brunnenbau in trockenen Regionen des Landes, „Cisternas“, unangetastet bleiben. Wie die Ministerin für Soziale Entwicklung und Kampf gegen den Hunger, Tereza Campello, am Donnerstag (07.05.) gegenüber der Presse bestätigte, sei die Finanzierung der beiden Programme gesichert und nicht von den Haushaltskürzungen betroffen.

Insbesondere in Zeiten der Krise sei es wichtig, dass der Staat sich weiter gegen Armut einsetze, so Campello. „Wir gehen davon aus, dass es sich um einen vorübergehenden Moment handelt. Wir werden nicht unser Modell von Entwicklung mittels Inklusion überprüfen“, begründete die Ministerin den fortwährenden Einsatz der Regierung.

Das Programm „Bolsa Familia“ unterstützt Familien in Situation von Armut bis hin zu extremer Armut durch direkte Transferleistungen. Familien mit einem monatlichen Pro-Kopf-Einkommen von weniger als 140 Reais (etwa 40 Euro) erhalten eine Unterstützung von 32 bis 38 Reais (etwa zehn Euro) pro Kind.

Zuletzt ging der Anteil Sozialhilfe beziehender Familien wieder leicht nach oben, was seitens der konservativen Opposition Kritik am Programm und deren Zweck hervorrief. In der Radiosendung „Bom Dia, Ministro“ des öffentlichen Senders EBC Serviços verteidigte die Ministerin das Programm. Die Bundesregierung verstärke die Kontrollen bezüglich der Bedürftigkeit der Familien. „Wir wollen sichergehen, dass die Bolsa Familia nur diejenigen erhalten, die sie wirklich brauchen“, wird Campello in der Zeitung Exame zitiert. (ms)

Quelle: Exame und EBC Serviços