Mauro Borges, Minister für Entwicklung, Industrie und Außenhandel, spricht über die Chancen zur Weiterentwicklung der Industrie des Landes / Copyright: Agência Brasil
Mauro Borges, Minister für Entwicklung, Industrie und Außenhandel, spricht über die Chancen zur Weiterentwicklung der Industrie des Landes / Copyright: Agência Brasil

Mauro Borges, Minister für Entwicklung, Industrie und Außenhandel, spricht über die Chancen zur Weiterentwicklung der Industrie des Landes / Copyright: Agência Brasil

Der Minister für Entwicklung, Industrie und Außenhandel, Mauro Borges, bestätigte, dass sich die Industrie des Landes derzeit in einer schwierigen Lage befände, er schätzte aber auch ein, dass der brasilianische Verbrauchermarkt Anlass zum Optimismus biete. Laut Borges sei es die Industrie gewesen, die von der globalen Krise im Jahr 2008 am stärksten betroffen gewesen wäre.

„Die jüngsten Ergebnisse, welche sich auf alle Indikatoren in der Industrie beziehen, weisen auf diese besorgniserregende Lage hin. Aber die Erfahrungen in der Geschichte zeigen, dass jede Deindustrialisierung immer in Zusammenhang mit einem Rückgang der Nachfrage im Land zu sehen ist, vor allem am heimischen Markt. Ich habe allerdings von keiner Seite gehört, dass Brasilien weder mit der gesamtwirtschaftlichen noch der heimischen Nachfrage Probleme hat. Der brasilianische Verbrauchermarkt ist dynamisch“, so kommentierte Borges.

Der Minister sprach über diese Thematik auf dem Neunten nationalen Industrietreffen, das vom Nationalen Industrieverband CNI (Confederação Nacional da Indústria) gesponsert wird. Dieses Treffen thematisiert Perspektiven der Branche für die kommenden zehn Jahre.

Des Weiteren äußerte sich Borges darüber, dass die 42 Vorschläge zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit des Landes, die vom CNI der Präsidentin Dilma Rousseff präsentiert wurden, mit den Regierungspunkten, die gerade aufgestellt werden, Hand in Hand gehen. Unter den wichtigen Veränderungen befänden sich solche in den Bereichen Steuern, Arbeit und in der Verkehrsinfrastruktur. Auch sei es laut Angaben Borges wichtig, dass Brasilien Verhandlungen mit den Nachbarländern Peru, Kolumbien und Chile vorantreibe, damit Freihandelszonen in Südamerika geschaffen werden. Außerdem gehören zur Erweiterung des Außenhandels wirtschaftliche Beziehungen zu den USA und China sowie der Abschluss eines Abkommens zwischen dem Mercosul und der EU. (ds)