Die Börse São Paulo startet eine Initiative um finanzstarke Unternehmen aus dem Landesinneren für den Börsengang zu gewinnen. / Copyright: Agência Brasil
Die Börse São Paulo startet eine Initiative um finanzstarke Unternehmen aus dem Landesinneren für den Börsengang zu gewinnen. / Copyright: Agência Brasil

Die Börse São Paulo startet eine Initiative um finanzstarke Unternehmen aus dem Landesinneren für den Börsengang zu gewinnen. / Copyright: Agência Brasil

Eine Initiative der Börse São Paulo will finanzstarke Unternehmen außerhalb der „Achse Rio-São Paulo“ für den Aktienmarkt gewinnen. Damit reagiert die Börse auf eine Verlagerung der wirtschaftlichen Wachstumspole von den Zentren Rio de Janeiro oder São Paulo hinzu anderen brasilianischen Metropolen wie Curitiba, Belo Horizonte, Goiânia oder auch Ribeirão Preto im Inneren des Bundesstaates São Paulo. Einer Schätzung der BM&FBOVESPA, der Börse São Paulos, zufolge, gibt es in Brasilien rund 15.000 Unternehmen mit hohem Potential für einen Gang an die Börse. An dieser sind derzeit aber nur 454 Gesellschaften registriert.

Nun haben die BM&FBOVESPA und die Amerikanische Handelskammer (Amcham) eine Initiative gegündet, um landesweit diese kapitalstarken und ertragsreichen Firmen bei den Vorbereitungen zum Aktiengang zu unterstützen. „Es gibt einen Prozess der Dezentralisierung der brasilianischen Wirtschaft“, wie Fernando Schmitt, Direktor für Regionalentwicklung der Amcham, das gemeinsame Vorhaben begründet. „Seit einiger Zeit beobachten wir Firmen, die in zweistelliger Größenordnung wachsen und demnächst einen Jahresumsatz von über 300 Millionen Reais (circa 118 Millionen Euro) erzielen werden“, so Schmitt weiter.

Im Landesinneren gebe es eine Vielzahl von Familienunternehmen aus dem sogenannten ‚middle market‘. Ziel sei es, diese bei der Perfektionierung der Finanzen und bei Finanzgeschäften zu beraten. Mittels Lehrgängen und Einführungen von Finanzanwälten, Investmentbankern und Marktanalysten sollen die Firmen auf den Finanzmarkt vorbereitet werden. Auch sollen erste Kontakte zu Behörden und Agenten an der New Yorker Wall Street zur Verfügung gestellt werden. Eine weitere Absicht sei es durch die Öffnung der Unternehmen, ausländische Beteiligungen und somit Kapital nach Brasilien zu holen, wie Schmitt ausführte. (ms)