Die zweitgrößte brasilianische Bank, Bradesco, fuhr einen Milliarden Gewinn im Vorjahr ein. / Copyright: Wiki Commons Autor: Eduardo P
Die zweitgrößte brasilianische Bank, Bradesco, fuhr einen Milliarden Gewinn im Vorjahr ein. / Copyright: Wiki Commons Autor: Eduardo P

Die zweitgrößte brasilianische Bank Bradesco fuhr im Vorjahr einen Milliardengewinn ein. / Copyright: Wiki Commons Autor: Eduardo P

Die zweitgrößte brasilianische Bank Bradesco legte am gestrigen Donnerstag (30.01.) ihren Bericht des letzten Quartals 2013 vor und lieferte damit auch den Jahresbericht für 2013. Demnach fuhr die Bank in den vergangenen drei Monaten einen Reingewinn von 3,199 Milliarden Reais (aktuell 962 Millionen Euro) ein und verbesserte ihr Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,6 Prozent.  Der Bilanzgewinn stieg um 6,4 Prozent auf 3,079 Milliarden Reais (926 Millionen Euro). Im Gesamtjahr 2013 erzielte die Bank damit einen Gewinn von 12,202 Milliarden Reais (3,66 Milliarden Euro).

Wie die Tageszeitung Valor Econômico berichtete, entspricht das Ergebnis den Erwartungen der Analysten. Grund für die positive Entwicklung ist die verstärkte Vorsicht in Bezug auf die Qualität von Aktien. Ebenso hat die Ausweitung des Dienstleistungsangebotes zu beträchtlichen Einnahmen und Gewinnen geführt. Laut Angaben von Bradesco haben die Kreditlinien, der Immobilienmarkt sowie der Export den Rhythmus bestimmt. Einen Einbruch gab es bei der Autofinanzierung. Hier sank das Geschäftsvolumen um 9,31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Wie Valor schreibt, haben die beiden brasilianischen Großbanken Bradesco und Itaú Unibanco vor zwei Jahren damit begonnen, ihr Angebot umzustellen. Seitdem gibt es eine Umstellung von der reinen Kreditvergabe hin zu Produkten mit mehr Garantien. Die Ausgaben wurden reduziert und das finanzielle Risiko der Kunden verstärkt überprüft.

Gleichzeitig wuchs die Kreditlinie von Bradesco um 10,8 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten. Im Dezember 2013 erreichten die gewährten Anleihen ein Gesamtvolumen von 427,273 Milliarden Reais (rund 130 Milliarden Euro). Trotz der Steigerung von Kreditvergaben sanken die Ausfälle von Zins- oder Ratenzahlungen um 7,8 Prozent im Vorjahresvergleich. Dies belegt die neue Vorsicht bei der Kreditvergabe. (ms)