in brasília Kinderarbeit
In Brasilia findet die Dritte Weltkonferenz über Kinderarbeit statt / Copyright: 3ª Conferência Global sobre Trabalho Infantil

In Brasilia findet die Dritte Weltkonferenz über Kinderarbeit statt / Copyright: 3ª Conferência Global sobre Trabalho Infantil

Derzeit findet in Brasilien die Dritte Weltkonferenz über Kinderarbeit (3ª Conferência Global sobre Trabalho Infantil) statt. Bei der Eröffnung sprach der Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation OIT, Guy Ryder, darüber, dass Brasilien einen wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung der Kinderabreit leisten würde. Allerdings könne die Kinderarbeit in der Welt so lange nicht beseitigt werden, bis eine hochwertige Ausbildung der gesamten Bevölkerung garantiert wird.

Auch die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff nahm an der Eröffnungsveranstaltung teil. „Wir sind allen Kindern eine Zukunft ohne Gewalt, ohne Angst und ohne Ausbeutung schuldig.“ Um die Beseitigung der Kinderarbeit zu erreichen, müssten sich alle Nationen engagieren und klar formulierte politische Maßnahmen anwenden. Alle Bereiche, die bei der Konferenz repräsentiert werden, das heißt die Regierung, die Arbeitgeber, die Arbeitnehmer und die Gesellschaft, sollten einen Beitrag leisten.

Des Weiteren kommentierte Rousseff, dass das Wirtschaftswachstum nicht auf Kosten der Sozialpolitik geschehen dürfe. Die wirtschaftliche Lage in der Welt sei immer noch schwach. Man müsse vor allem an der hohen Arbeitslosigkeit arbeiten. Trotz dass auf der Welt im Zeitraum 2000 bis 2012 die Zahlen der Kinderarbeit gesunken seien (von 246 Millionen auf 168 Millionen), müsste noch einiges getan werden. In Brasilien sind es mehr als 1,4 Millionen Kinder, die eine Arbeit ausüben, so geht aus dem PNAD-Bericht (Pesquisa Nacional por Amostra Domicílio) von 2012 hervor. Im Vergleich zu 2011 stelle dieser Wert eine Reduzierung von 14,3 Prozent dar.

Die Konferenz geht bis zum kommenden Donnerstag (10.10.) und es versammeln sich mehr als 10.000 Personen, darunter Vertreter internationaler Organisationen und Nichtregierungsorganisationen sowie Spezialisten zum Thema. Mindestens 150 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen nehmen am Treffen teil. (ds)