In der globalen Aktionswoche rund um das Recht auf Bildung finden Seminare zum Thema statt / Copyright: Agência Brasil
In der globalen Aktionswoche rund um das Recht auf Bildung finden Seminare zum Thema statt / Copyright: Agência Brasil

In der globalen Aktionswoche rund um das Recht auf Bildung finden verschiedene Seminare zum Thema statt. / Copyright: Agência Brasil

Die Garantie zum Recht auf Bildung ist Gegenstand der globalen Aktionswoche, die vom 21. bis 27. September stattfindet. In Brasilien können rund 140.000 Kinder und Jugendliche aufgrund von Behinderung, Entwicklungsstörungen, Autismus oder Hochbegabung keine Schule besuchen, wie aus der Datenbank der Schüler hervorgeht, die finanzielle Unterstützung, den sogenannten BPC (Benefício de Prestação Continuada), bis 18 Jahren erhalten.

Die Leiterin der nationalen Kampagne für das Recht auf Bildung, Iracema Nascimento, bekundete, dass es allerdings bereits große Fortschritte bei der Integration von Kindern mit Behinderungen in den Schulen gäbe. Um die Erfolgsquote zu steigern und diese Kinder auch an herkömmlichen Schulen besser einzubeziehen, gibt es aber noch Hindernisse wie die mangelnde Schulstruktur, die Qualifizierung von Lehrkräften und der Widerstand der Familien selbst, die oftmals Angst haben, ihre Kinder könnten schlecht behandelt werden.

Daten der nationalen Kampagne für das Recht auf Bildung, die aus der Schulzählung von 2013 des Instituts für Erziehungswissenschaften INEP (Instituto Nacional de Estudos e Pesquisas Educacionais Anísio Teixeira) hervorgehen, zeigen, dass nur sechs Prozent der Lehrer in der Grundbildung eine spezielle Ausbildung hinsichtlich von Schülern mit Behinderung von mindestens 80 Stunden vorweisen können.

Seit der Salamanca-Erklärung von 1994, die Prinzipien, politische Maßnahmen und Praktiken für die Sonderpädagogik aufstellt, hätte sich allerdings die Wahrnehmung über das Recht auf Bildung geändert. Suzana Brainer, zuständig für diesen Bereich im Bildungsministerium, bekundete, dass immer mehr Menschen mit Behinderungen ins allgemeine Bildungssystem mit aufgenommen werden. Auch wenn die Zahl derjenigen, die keine Schule besuchen, noch bei 140.000 läge, sei das kein Vergleich mit dem Jahr 2007, in dem der BPC ins Leben gerufen wurde und in dem die Zahl noch bei 374.000 lag. (ds)