Seit 2008 verzeichnete man in diesem Halbjahr den stärksten Rückgang an Kreditanträgen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Anderson Batista Evangelista Lima
Seit 2008 verzeichnete man in diesem Halbjahr den stärksten Rückgang an Kreditanträgen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Anderson Batista Evangelista Lima

Seit 2008 verzeichnete man in diesem Halbjahr den stärksten Rückgang an Kreditanträgen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Anderson Batista Evangelista Lima

Die Kreditanträge der Brasilianer sind im ersten Halbjahr dieses Jahres, im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2011, um 7,4 Prozent gesunken. Dabei handelt es sich um den stärksten Rückgang seit 2008. Im Juni 2012 fiel der Wert um 6,6 Prozent im Vergleich zum Juni des Vorjahres.

Nach Informationen der Kreditberatung Serasa Experian geht der Rückgang auf die gestiegene Zahlungsfähigkeit der Brasilianer zurück. Das Unternehmen Serasa Experian sammelt monatlich fortlaufend Informationen über die Entwicklung des Kreditwesens. Neben der Zahlungsfähigkeit wirken sich auch die Regierungsmaßnahmen zur Ankurblung des Konsums hierbei aus. Die brasilianische Regierung hatte vor einigen Wochen in verschiedenen Bereichen Zinsen und Steuern gesenkt.

Der einzige Anstieg an Kreditanträgen war unter den Brasilianern zu verzeichnen, deren monatliches Einkommen lediglich bis zu 500 Reais (rund 200 Euro) beträgt. In dieser Gruppe stieg die Nachfrage nach Krediten um zwei Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr in 2011.

Der höchste Rückgang an Kreditanträgen war in der Gruppe derjenigen zu erkennen, die zwischen 2.000 Reais (rund 800 Euro) und 5.000 Reais (rund 2.000 Euro) monatlich verdienen. Verglichen mit dem Wert des Vorjahres fiel die Kreditnachfrage um 8,8 Prozent. Regional wurde im Norden und im Nordosten der geringste Rückgang an Krediten beobachtet. Hier stellte man einen Rückgang von 0,3 Prozent bis 4,7 Prozent fest. Am stärksten ist die Nachfrage mit 9,1 Prozent in der südlichen Region zurück gegangen. (sg)