Höhere Zinsen auf Kredite lassen Brasilianer vorsichtiger werden. / Copyrigth: Wikimedia Commons, Rachmaninoff
Höhere Zinsen auf Kredite lassen Brasilianer vorsichtiger werden. / Copyrigth: Wikimedia Commons, Rachmaninoff

Höhere Zinsen auf Kredite lassen Brasilianer vorsichtiger werden. / Copyrigth: Wikimedia Commons, Rachmaninoff

Die Brasilianer sind vorsichtiger geworden, wenn es darum geht Darlehen und Finanzierungen aufzunehmen oder zu verlängern aufgrund hoher Kreditkosten. Dennoch stieg die Zahl der verschuldeten Haushalte im Mai an und erreichte einen Anteil von 62,7 Prozent der Brasilianer, wie die Studie zur Verschuldung und Zahlungsunfähigkeit von Verbrauchern (Peic) zeigt.

Der Prozentsatz bezieht sich auf die Haushalte, die Schulden in Bezug auf vordatierte Schecks, Kreditkarten, Überziehungskredite, Privatkredite sowie Ratenzahlungen für Auto und Versicherung haben. Die Studie wurde am vergangenen Donnerstag von der nationalen Vereinigung für Handel, Dienstleistungen und Tourismus (CNC) veröffentlicht.

Obwohl die Verschuldung im Mai gegenüber dem vergangenen April zugenommen hat, liegt sie doch unter dem Ergebnis von Mai 2013 mit 64,3 Prozent. Laut der Ökonomin Marianne Hanson sind die gestiegenen Kreditkosten Grund für die stärkere Zurückhaltung der Konsumenten. „Höhere Zinsen und moderatere Einkommen führen zu ungünstigeren Bedingungen für eine Verschuldung“, erklärte sie.

CNC hat festgestellt, dass die Ausmaße der Zahlungsunfähigkeiten bei den verschuldeten Familien im Mai ebenfalls geringfügig gesunken sind, mit einem Rückgang von 0,1 Prozent im Vergleich zu April und 0,7 Prozent zum Vorjahresmonat. Gleichzeitig sank die Zahl der Haushalte, die in Zukunft keine Möglichkeiten haben werden ihre Schulden zu begleichen. Laut der Studie lag der entsprechende Anteil bei der aktuellen Untersuchung bei 6,8 Prozent für diesen Mai gegenüber 6,9 Prozent im vergangenen April und 7,5 Prozent im Mai 2013. (ls)