Leiter der Abteilung für Forschung und  Wettbewerbsfähigkeit des CNI, Renato da Fonseca / Copyright: Agência Brasil
Leiter der Abteilung für Forschung und  Wettbewerbsfähigkeit des CNI, Renato da Fonseca / Copyright: Agência Brasil

Leiter der Abteilung für Forschung und Wettbewerbsfähigkeit des CNI, Renato da Fonseca / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Industrieverband CNI (Confederação Nacional da Indústria) hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für öffentliche Meinungen und Statistik IBOPE (Instituto Brasileiro de Opinião Pública e Estatística) eine neue Studie über den Lebensstandard der Brasilianer durchführt und 2.002 Personen in 143 Gemeinden zum Thema befragt.

44 Prozent der Befragten konnten in eine höhere soziale Klasse aufsteigen, 43 Prozent blieben in derselben sozialen Klasse und bei 10 Prozent verschlechterte sich die Lebenssituation. Im Allgemeinen sehen die Brasilianer die Verbesserungschancen positiver als noch von vor zehn Jahren. 63 Prozent glaubt an Aufstiegschancen. Im Nordosten des Landes sei die Bevölkerung sogar zuversichtlicher, das heißt 73 Prozent. Im Südosten halten dagegen 53 Prozent die Möglichkeit auf Verbesserung der Lebensbedingungen für realistisch. Im Süden und im Norden wurden ähnliche Wahrnehmungen festgestellt, jeweils 68 Prozent, und im mittleren Westen 69 Prozent.

Für den Leiter der Abteilung für Forschung und Wettbewerbsfähigkeit des CNI, Renato da Fonseca, sei Ziel der Umfrage, die Wahrnehmung der verschiedenen Generationen herauszufinden. Dabei seien Faktoren wie die Einkommensverteilung und Beschäftigungsquoten wichtig, denn die Bevölkerung bemerkt Verbesserungen in diesem Bereich. Fonseca erklärte weiterhin, dass die Brasilianer erkennen müssen, wie wichtig Bildung für den Erfolg sei. „Eines der großen Probleme in Brasilien ist die Bildung. Aber wenn es Verbesserungen in einigen Indexen gibt, dann liegt das daran, dass bestimmte Mechanismen sich verändert haben. Und wir müssen herausfinden, welche das waren.“

Ein weiterer Punkt in der Studie ist die Zufriedenheit der Bevölkerung. 94 Prozent sind mit ihrem Leben zufrieden und 69 Prozent mit ihrer finanziellen Situation. Neben diesen Prozentzahlen herrscht aber immer noch die Angst, dass sie den Lebensstandard verlieren könnten und die Unwissenheit über die Rentensituation. (ds)