Mehr Brasilianer bewerteten die Regierung Rousseffs zuletzt mit gut oder sehr gut. / Copyright: Agência Brasil
Mehr Brasilianer bewerteten die Regierung Rousseffs zuletzt mit gut oder sehr gut. / Copyright: Agência Brasil

Mehr Brasilianer bewerteten die Regierung Rousseffs zuletzt mit gut oder sehr gut. / Copyright: Agência Brasil

Die Zustimmung zur Regierung Dilma Rousseffs hat im dritten Quartal 2014 wieder zugenommen. 40 Prozent der Brasilianer bewerteten die Regierung mit gut oder sehr gut. Das entspricht einer Zunahme um zwei Prozentpunkte zum vorherigen Umfrageergebnis von September. Die Daten stammen aus einer Umfrage des brasilianischen Meinungsforschungsinstituts Ibope im Auftrag des Bundesindustrieverbands CNI, die am Mittwoch (17.12) veröffentlicht wurden. Es wurden 2.002 Menschen in 142 Städten zwischen dem 5. und 8. Dezember dazu befragt.

Der Anteil der Befragten, die die Regierung als durchschnittlich bewerten, fiel von 33 Prozent im September auf 32 Prozent in der aktuellen Befragung. Mit „schlecht“ oder „sehr schlecht“ antworteten dieses Mal 27 Prozent, während es zuvor 28 Prozent waren. Das Vertrauen der Brasilianer in ihre Präsidenten erreichte 51 Prozent gegenüber 45 Prozent im September. Der Prozentsatz, der Bevölkerung dem die Art und Weise Rousseffs zu regieren befürwortet, ist dabei von 48 auf 52 Prozent gestiegen. Als Hauptstärken der Regierung nannten die Befragten den Kampf gegen Hunger und Armut und die Investitionen in Sozialprogramme. Als negativ bewerten sie die geringen Investitionen in die Gesundheit und die mangelnde Bekämpfung der Korruption.

Nach Angaben des Geschäftsführers der Stelle für Forschung und Wettbewerbsfähigkeit des CNI, Renato da Fonseca, liegt die Popularität der Präsidentin allerdings unter den Ergebnissen in den ersten zwei Jahre ihrer Amtszeit, als die Zustimmung oberhalb von 60 Prozent lag und sogar auf 79 Prozent im März 2013 anstieg. Das schlechteste Ergebnis fuhr sie im Juli 2013 mit nur 45 Prozent ein.

Für Fonseca hat sich die Zustimmungsrate aktuell verbessert, weil die Regierung es in ihrem letzten Wahlkampf geschafft habe, einen Großteil der Bevölkerung von ihren Qualitäten zu überzeugen. „Positive Aspekte im sozialen Bereich sind im Wahlkampf sehr stark in den Vordergrund getreten. Und obwohl die Bevölkerung mit den Themen wie Gesundheit und Korruption nicht zufrieden ist und obwohl 45 Prozent der Befragten sich an die Nachrichten rund um die Operation Lava Jato erinnert, hat die Gesellschaft diese Informationen miteinander verrechnet und zollt in erster Linie dem Wert zu, was für sie wichtiger erscheint“, so Fonseca. (ls)

Quelle: Agência Brasil