2012 nutzten Brasilianer die Aufwertung des Real für Auslandsreisen / Copyright: Agência Brasil
2012 nutzten Brasilianer die Aufwertung des Real für Auslandsreisen / Flughafen von São Paulo / Copyright: Agência Brasil

2012 nutzten Brasilianer die Aufwertung des Real für Auslandsreisen / Flughafen von São Paulo / Copyright: Agência Brasil

Gestern (23.01.) gab Túlio Maciel, Chef der Wirtschaftsabteilung der brasilianischen Zentralbank (Departamento Econômico (Depec) do Banco Central), bekannt, dass die Brasilianer im Dezember 2012 1,426 Milliarden US-Dollar mehr für Auslandsreisen ausgegeben haben, als Ausländer in Brasilien es taten. Im Vergleich zum Dezember des Vorjahrs (2011) ergab sich somit ein Anstieg von 2,41 Prozent. Die Gesamtausgaben für Auslandsreisen im Jahr betrugen 22,2 Milliarden US-Dollar, während Ausländer nur 6,4 Milliarden in Brasilien ließen, was ein Defizit von 15,588 Milliarden US-Dollar bezüglich internationaler Reisen ergibt.

Laut Maciel seien die Ausgaben für Auslandsreisen im vergangenen so hoch wie nie. Dies wäre auf die Aufwertung der brasilianischen Währung Real im Vergleich zum Dollar zurückzuführen, die sich durch den Großteil des Jahres 2012 zog.

Die meisten Ausgaben (18,804 Milliarden US-Dollar) wurden für den Verleih von Ausstattungen getätigt, 12,23 Prozent mehr als in 2011. Daran schließen sich die Ausgaben für Reisen an. Es folgen Kosten für Transporte (8,769 Milliarden US-Dollar, +5,2 Prozent), für Informationsbeschaffung (3,850 Milliarden US-Dollar, wie im Vorjahr), 3,156 Milliarden US-Dollar wurden für Honorare und Lizenzen ausgegeben (+16,45 Prozent), 1,446 Milliarden US-Dollar für staatliche Dienstleistungen (+3,95 Prozent), 994 Millionen US-Dollar für Versicherungen (-17,98 Prozent), 709 Millionen US-Dollar für Finanzdienstleister (-17,36 Prozent) und 10,759 Milliarden US-Dollar in der Kategorie „andere Dienstleistungen“ (+7,01 Prozent). (ds)