Eine Kampagne will auf die Gefahren des Straßenverkehrs aufmerksam machen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Bruno Takahashi Carvalhas de Oliveira
Eine Kampagne will auf die Gefahren des Straßenverkehrs aufmerksam machen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Bruno Takahashi Carvalhas de Oliveira

Eine Kampagne will auf die Gefahren des Straßenverkehrs aufmerksam machen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Bruno Takahashi Carvalhas de Oliveira

Die Anzahl der Verkehrsteilnehmer, die auf frischer Tat beim Fahren ohne Führerschein ertappt wurden, ist in den vergangenen zwei Jahren im Bundesstaat von São Paulo um 80 Prozent gestiegen. Zwischen Januar und Juli 2012 wurden 103.926 Personen in gezielten Verkehrskontrollen der Polizei gestoppt. Im Durchschnitt entspricht dies 14.846 Personen pro Monat. Im gleichen Zeitraum im Jahr 2010 musste hingegen nur 8.148 Personen die Weiterfahrt untersagt werden.

Die vorgesehene Geldstrafe für das Fahren ohne Führerschein beträgt 574,62 Reais (219,11 Euro). Die Dokumente des Fahrzeuges werden zudem einbehalten und das Auto beschlagnahmt. Gemäß den Angaben der Polizei haben mehr als die Hälfte der ertappten Verkehrsteilnehmer erst in diesem Jahr ihr 18. Lebensjahr vollendet.

Der Sprecher der Polizei, Sergio Marques, sagte, dass dieses Verhalten nur mit einer besseren familiären Erziehung und einer stärkeren Sensibilisierung für die Herausforderungen des Straßenverkehrs geändert werden könne. Es reiche nicht aus, dass die Polizei lediglich bestrafe, aber kein Umdenken bei den Verkehrsteilnehmern stattfinde. Die Menschen müssten verstehen, welche Gefahren der Straßenverkehr berge.

Ein weiteres Problem stellt in Brasilien das Fahren unter Alkoholeinfluss dar. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums (Ministério da Saúde) ist bei mehr als der Hälfte aller Verkehrstoten die Ursache auf Alkoholkonsum zurückzuführen. Die brasilianische Gesellschaft für Orthopädie und Traumatologie (Sociedade Brasileira de Ortopedia e Traumatologia, kurz: SBOT) plädiert auch aus diesem Grund dafür, die Verkehrskontrollen zu intensivieren. Heute (25.09.) stellt die SBOT anlässlich des Tags des Verkehrs eine neue Kampagne vor, die vor den Gefahren von Alkohol im Straßenverkehr warnen soll. Eine Dose Bier oder ein Glas Wein seien zudem bereits ausreichend, um wegen Trunkenheit am Steuer bestraft zu werden. (sg)