Etwas mehr als die Hälfte der Brasilianer bekommt ihr Gehalt in bar ausgezahlt. / Copyright: Agência Brasil
Etwas mehr als die Hälfte der Brasilianer bekommt ihr Gehalt in bar ausgezahlt. / Copyright: Agência Brasil

Etwas mehr als die Hälfte der Brasilianer bekommt ihr Gehalt in bar ausgezahlt. / Copyright: Agência Brasil

Die Anzahl der Brasilianer, die ihr Gehalt in bar ausgezahlt bekommen, ist zwar gesunken, die Form der Bezahlung ist aber immer noch das Mittel der Wahl bei der Mehrheit. Einer Umfrage der brasilianischen Zentralbank zufolge betrifft es etwas mehr als die Hälfte aller Befragten. 2010 erhielten 55 Prozent ihren Lohn bar auf die Hand, 2013 waren es immer noch 51 Prozent. An der Umfrage nahmen mehr als 1000 Personen aus allen Bundesstaaten und dem Bundesdistrikt teil.

Von denen, die ihr Gehalt auf ihr Konto überwiesen bekommen, heben 29 Prozent das Geld an elektronischen Geldautomaten ab, gegenüber 30 Prozent laut der vorherigen Umfrage. Der eigene Geldbeutel bleibt der beliebteste Ort, um Geld aufzubewahren: 61 Prozent gaben dies in der Umfrage von 2010 an und 57 Prozent in 2013. An einem gewöhnlichen Tag hebt der Brasilianer im Schnitt 54,65 Reais ab. Fast die Hälfte aller Befragten (44 Prozent) trägt am Tag zwischen 50 und 100 Reais mit sich.

Nach Angaben der Zentralbank ist die Anzahl der Personen gesunken, die Kredit- und Debitkarte benutzen, von 13 Prozent auf zwölf Prozent beziehungsweise von 14 Prozent auf neun Prozent, zwischen 2010 und 2013, um Rechnungen zu bezahlen oder Einkäufe zu tätigen. Damit bleibt Bargeld nach wie vor die beliebteste Zahlungsform, ihre Beliebtheit stieg sogar von 72 Prozent auf 78 Prozent an. Dabei fehlen den meisten Leuten beim Bezahlen die 2-, 5- und 10-Reais-Scheine.

2013 ist außerdem der Anteil der Personen gesunken, denen bereits Falschgeld angedreht wurde, von 33 Prozent auf 28 Prozent. Die Geldscheine 50 Reais und zehn Reais werden dabei nach wie vor am häufigsten gefälscht. (ls)