Der hohe Dollarkurs veranlasst die Brasilianer mehr zu sparen. / Copyright: Wikimedia Commons, Manuel de Sousa

Die Brasilianer haben zwischen Januar und Mai dieses Jahres insgesamt 8,291 Milliarden US-Dollar bei Reisen im Ausland ausgegeben. Im Gegensatz zum gleichen Zeitraum des Vorjahres sind die Ausgaben damit um 21 Prozent gesunken. Zu diesem Ergebnis kommt die brasilianische Zentralbank in ihren Auswertungen.

Allein im Mai gaben die Brasilianer 1,414 Milliarden US-Dollar aus, ein Rückgang von 42 Prozent gegenüber dem gleichen Monat 2014 (2,259 US-Dollar).

Laut dem Chef der Wirtschaftsabteilung der Bank, Tulio Maciel, war in erster Linie der hohe Dollarkurs für den Rückgang der Ausgaben auf internationalen Reisen verantwortlich. „Die Ausgaben sind sehr sensibler, was den Wechselkurs betrifft. Sie reagieren mit als erstes auf etwaige Veränderungen beim Dollar“, so Maciel. Ein anderer Grund sei natürlich die schwächere Wirtschaftsaktivität Brasiliens.

Die Einnahmen von Ausländern in Brasilien im beobachteten Zeitraum lagen bei 2,498 Milliarden Reais, im vergangenen Jahr waren es 2,791 Milliarden Reais. Allein im Mai waren es 417 Millionen Reais.

Die Zentralbank geht davon aus, dass das Defizit des Kontos internationaler Reisen, das sich aus den Ausgaben der Brasilianer und den Einnahmen der Ausländer ergibt, in diesem Jahr bei 14,5 Milliarden Reais liegen wird. Zu einem früheren Zeitpunkt ging die Bank noch von 16 Milliarden Reais aus. (ls)

Quelle: Agência Brasil