Der syrische Regime-Führer Assad bei einem Staatsbesuch in Brasilien / Copyright: Agência Brasil

Der syrische Regime-Führer Assad bei einem Staatsbesuch in Brasilien / Copyright: Agência Brasil

Der UN-Menschenrechtsrat hat eine Gruppe von Experten beauftragt, die Menschenrechtsverletzungen in Syrien zu untersuchen. Diese Gruppe wird von dem ehemaligen brasilianischen Leiter des Referats für Menschenrechte, Paulo Sergio Pinheiro, angeführt. Pinheiro erläuterte gestern (13.09.), dass die größte Herausforderung darin bestünde, die syrische Regierung des Regime-Führers Bashar Al Assad davon zu überzeugen, zur Klärung der Sachlage beizutragen.

,,Ich habe bereits in vielen anderen UN-Missionen das Argument angeführt, dass es sehr wichtig ist, dass der betreffende Staat es uns erlaubt, unsere Arbeit durchzuführen und dabei mit uns zusammenarbeitet“, erklärte Pinheiro gegenüber dem Brasilianischen Kommunikationsunternehmen (Empresa Brasil de Comunicação, kurz: EBC). Auf diese Weise sei es garantiert, dass in dem Bericht auch die Perspektive Syriens mit berücksichtigt werde, bekräftigte der Politiker. Der Bericht muss dem UN-Menschenrechtsrat bis November dieses Jahres vorgelegt werden.

Dem Assad-Regime wird eine Reihe von Menschenrechtsverletzungen, darunter Folter und Mord vorgeworfen. Nichtregierungsorganisationen schätzen die Zahl der dabei getöteten Menschen auf 2.600. Journalisten und internationalen Beobachtern wurde die Einreise in das Land verwehrt.

Pinheiro betonte, dass der ideale Weg der Dialog sei. ,,Der Dialog darf niemals abbrechen. Die UN hat diesen noch nie beendet, unabhängig davon, wie komplex die Situation war“, hob er hervor. (gp)