Die Glaubwürdigkeit von Nachrichten im Internet ist im Vergleich zu Zeitungen und Fernsehen eher gering. / Copyright: Agência Brasil
Die Glaubwürdigkeit von Nachrichten im Internet ist im Vergleich zu Zeitungen und Fernsehen eher gering. / Copyright: Agência Brasil

Die Glaubwürdigkeit von Nachrichten im Internet ist im Vergleich zu Zeitungen und Fernsehen eher gering. / Copyright: Agência Brasil

Das Fernsehen ist nach wie vor das wichtigste Kommunikationsmittel in Brasilien, aber die Brasilianer verbringen bereits mehr Zeit im Internet als vor dem TV. Das geht aus der brasilianischen Medienstudie 2015 hervor, die am Freitag (19.12) vom Sekretariat für soziale Kommunikation der Präsidentschaft (Secom) veröffentlicht wurde.

Laut der Untersuchung surfen die Brasilianer im Schnitt vier Stunden und 59 Minuten pro Tag unterhalb der Woche im Netz, am Wochenende sind es vier Stunden und 24 Minuten pro Tag. Im Vergleich dazu sind es vor dem Fernsehen durchschnittlich vier Stunden und 31 Minuten pro Tag von Montag bis Freitag, Samstag und Sonntag sind es vier Stunden und 14 Minuten.

„Noch ist der Unterschied klein, doch es wird ein wichtiger Trend deutlich, der weiter begleitet werden sollte. Die Zeit, die die Brasilianer im Internet verbringen, ist ein Anhaltspunkt dafür, wie sich die Brasilianer hin zur digitalen Kommunikation wenden“, analysiert der Minister von Secom, Thomas Traumann.

Wie die Untersuchung außerdem zeigt, ist das Internet in Brasilien das am dritthäufigsten genutzte Kommunikationsmittel nach Fernsehen und Radio und noch vor Zeitungen und Zeitschriften. So nutzen 43 Prozent der Brasilianer das Netz als Kommunikationsmedium. Von den Internet-Nutzer in Brasilien sind 76 Prozent jeden Tag im Web unterwegs. Dabei sind die meisten um 20 Uhr online sowohl unter der Woche als auch am Wochenende.

Als Grund gab ein Großteil der Befragten die Suche nach Informationen und Nachrichten an sowie die Suche nach Unterhaltung (jeweils 67 Prozent, es waren mehrere Antworten möglich). Allerdings ist das Vertrauen in die Nachrichten im Web noch nicht besonders hoch: 27 Prozent sagen, sie glauben „immer oder häufig“ an die Wahrheit dieser Meldungen, bei Zeitungen sind es 58 Prozent, beim Fernsehen 54 Prozent. (ls)