Leiter der Forschungsabteilung der CNI, Renato da Fonseca, und Wirtschaftsexperte Marcelo Azevedo / Copyright: Agência Brasil

Leiter der Forschungsabteilung der CNI, Renato da Fonseca, und Wirtschaftsexperte Marcelo Azevedo / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Bevölkerung vertraut trotz der weltweiten Krise weiterhin auf die Wirtschaft Brasiliens. Dies war ein Ergebnisse der Studie „Nationaler Index der Erwartungen des Konsumenten“ (Índice Nacional de Expectativa do Consumidor, kurz: INEC), die gestern (29.09.) durch den Nationalen Bund der Industrie (Confederação Nacional da Indústria, kurz: CNI) für den Monat September veröffentlicht wurde. Im Vergleich zum Vormonat konnte sogar ein Anstieg des Vertrauens der Brasilianer von 0,4 Prozent verzeichnet werden. Allerdings erwartet die Mehrheit der Brasilianer einen Anstieg der Inflationsrate.

Die Rate für die Erwartungen in Bezug auf die Inflation, auf das persönliche Einkommen und auf den Kauf von Gütern höherer Qualität hat sich im Vergleich zum August verbessert. Hingegen verschlechterte sich die Perspektive auf die finanzielle Situation und auf Arbeitslosigkeit. Die relativen Erwartungen zur Verschuldung sind in diesem Zeitraum stabil geblieben.

Der einzige Wert, der unter dem Mittelwert der letzen Jahre liegt, sei die Rate zu Erwartungen über die Inflation. Trotz alledem konnte in diesem Wert ein Anstieg von 1,5 Prozent im Vergleich zum Monat August festgestellt werden. Laut CNI bedeute dieses Ergebnis, dass die Konsumenten die Entwicklung der Preise eher pessimistisch sehen. Im Vergleich zum September letzten Jahres konnte hier ein Rückgang von 17,2 Prozent gemessen werden. Für 68 Prozent der Befragten werde die Inflation „steigen“ beziehungsweise „stark steigen“.

Die Rate für den Kauf von Produkten höherer Qualität stieg im Vergleich zum Vormonat um 2,1 Prozent an. Für den Wirtschaftsexperten der CNI, Marcelo Azevedo, sei dieser Wert in Verbindung mit dem Anstieg der Verkaufszahlen am Jahresende zu sehen. Im Gegensatz zu vergangenen Jahren wäre die Rate um sechs Prozent angestiegen. Zu erklären ist dieses Phänomen damit, dass im Moment ein leichterer Zugang zu Krediten vorhanden sei.

Der Index für das persönliche Einkommen stieg ebenfalls um 0,8 Prozent, was bedeutete, dass auch die Gehälter tatsächlich gestiegen seien.

Die Werte zur finanziellen Situation sind nicht so optimistisch: Hier wurde ein Rückgang von 1,3 Prozent verzeichnet; der Wert für die Arbeitslosigkeit sank um 1,3 Prozent und der Index für die Verschuldung blieb zwischen August und September stabil. (ds)