Brasilien will bis 2020 die Abholzung des Regenwaldes um 80 Prozent verringern / Copyright: Agência Brasil
Auch gegen illegale Rodung setzt der Biologe sich ein / Copyright:  Agência Brasil

Auch gegen illegale Rodung setzt der Biologe sich ein / Copyright: Agência Brasil

Vor genau einem Jahr sprach der brasilianische Biologe Bráulio Dias vor den Vereinten Nationen vor, um darzulegen, was Brasilien alles tun werd,e um eines der Länder mit dem stärksten Umweltschutz zu werden. Er plädierte damals unter anderem für mehr Nachhaltigkeit im Umgang mit der Natur und natürlichen Ressourcen. In den letzten Monaten warb Dias nicht nur für den brasilianischen Umweltschutz, sondern auch für ein weltweites Umweltschutz-Modell, dass auf Basis der Nachhaltigkeit beruhen soll.

Der Biologe kritisiert vor allem die leeren Versprechungen, die die Regierungen aller Länder ständig geben würden. Es gäbe zwar noch keine genauen Berechnungen, wie viel Geld investiert werden müsste, um ein weltweites Modell zum Schutz der Umwelt zu etablieren, aber eines wisse er ganz genau: Die Regierungen investierten insgesamt viel zu wenig in den Schutz von Ökosystemen und gegen illegale Abholzung und Brandrodung.

Auf Drängen von Bráulio Dias will nun die Globale Umweltfazilität (Global Environment Facility, kurz: GEF), ein internationaler Mechanismus zur Finanzierung von Umweltschutzprojekten, ihre Ausgaben für die nächsten vier Jahre auf zwei Milliarden US-Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro) erhöhen. Auch viele Industrieländer haben sich dazu bereit erklärt, in Zukunft das Doppelte zu investieren. Genaue Zahlen liegen jedoch noch nicht vor.

Für den Biologen Dias hängt der Umweltschutz nicht mehr nur von Umweltorganisationen ab, sondern muss zur Aufgabe aller Wirtschaftssektoren und auch der Gesellschaft werden. (sg)