Unterm Weihnachtsbaum in Brasilien wird in diesem Jahr wohl nicht viel liegen. / Copyright: Wikimedia Commons, Sigismund von Dobschütz
Unterm Weihnachtsbaum in Brasilien wird in diesem Jahr wohl nicht viel liegen. / Copyright: Wikimedia Commons, Sigismund von Dobschütz

Unterm Weihnachtsbaum in Brasilien wird in diesem Jahr wohl nicht viel liegen. / Copyright: Wikimedia Commons, Sigismund von Dobschütz

Unterm Weihnachtsbaum in Brasilien wird es in diesem Jahr wohl bescheidener zugehen, denn wie es aussieht, wollen die Brasilianer weniger Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben und sind mehr auf der Suche nach Schnäppchen. Eine Verbraucherumfrage der Universität Fundação Getúlio Vargas (FGV) zeigt, dass die Familien in diesem Jahr so wenig für Weihnachten ausgeben wollen wie seit 2008 nicht mehr, im Jahr der Krise. Insgesamt gaben 43 Prozent der Befragten an, weniger in diesem Jahr bezahlen zu wollen.

Obwohl Weihnachten für den Handel als vielversprechendstes Verkaufsdatum gilt, muss die Branche wohl mit einem schwachen Umsatz rechnen. Der Indikator, der die Absicht der Verbraucher über Ausgaben zu den Festtagen misst, liegt bei 69 Punkten, was einem Rückgang um 11,6 Prozent gegenüber 2013 entspricht – die Umfrage wurde im November gemacht. Während fast die Hälfte der Familie den Gürtel enger schnallen will, planen nur zwölf Prozent mehr für Geschenke auszugeben. Die Mehrheit will bei den gleichen Ausgabenhöhe wie im vergangenen Jahr bleiben.

Nach Analyse der Studienmacher zeigen die Ergebnisse, dass der brasilianische Verbraucher „besonders sparsam sind in diesem Jahr“. Seit Anfang 2014 stellen die Ökonomen an der FGV eine Zurückhaltung bei den Familien fest, angesichts der schlechten Wirtschaftslage, teureren Krediten, einem gestiegenen Inflationsdruck auf das Haushaltsbudget und Unsicherheit in Bezug auf den Arbeitsmarkt. Allein in diesem Jahr ist der Index über das Vertrauen der Verbraucher um 14 Prozent gesunken, auf das niedrigste Niveau seit Dezember 2008. (l