Einverständnis zwischen Brasilien und dem IWF. Hier IWF-Chefin Christine Lagarde und Präsidentin Dilma Rousseff bei ihrem ersten gemeinsamen Treffen 2011. / Copyright : Agência Brasil
Einverständnis zwischen Brasilien und dem IWF. Hier IWF-Chefin Christine Lagarde und Präsidentin Dilma Rousseff bei ihrem ersten gemeinsamen Treffen 2011. / Copyright : Agência Brasil

Einverständnis zwischen Brasilien und dem IWF. Hier IWF-Chefin Christine Lagarde und Präsidentin Dilma Rousseff bei ihrem ersten gemeinsamen Treffen 2011. / Copyright : Agência Brasil

Die Brasilianerin Carla Grasso ist für den Stellvertreterposten hinter Christine Lagarde, der geschäftsführenden Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), vorgeschlagen. Zudem solle sie ab Februar die administrative Leitung des IWF übernehmen, wie der Währungsfonds gegenüber der Presse am Mittwoch (14.01.) bekanntgab.

Die frühere Vize-Präsidentin für Personalfragen und Unternehmensleistungen des weltweit aktiven Bergbauunternehmens Vale sei von der Nummer 1 des IWF, Christine Lagarde, für die beiden Positionen vorgeschlagen worden, wie die Zeitung Valor Econômico berichtet. Dabei werde Carla Grasso den neu geschaffenen Posten der administrativen Leitung bekleiden, „um die Betriebsführung des IWF den Ansprüchen und Verantwortlichkeiten dieser Institution innerhalb einer Weltwirtschaft im schnellen Wandel anzupassen“, wie es in der Begründung des IWF heißt.

Carla Grasso bringe herausragende Führungserfahrungen, strategisches Gespür und eine fundierte Expertise im Verwaltungsmanagement mit. „Ich habe volles Vertrauen, dass wir eine herausragende Managerin für unser Team gefunden haben“, so Lagarde.

Vor ihrer Tätigkeit für den Bergbaumulti Vale war Grasso zwischen 1994 und 1997 Staatssekretärin im Ministerium für Renten und Altersvorsorge. Zudem übernahm sie Beratungstätigkeiten für die Ressorts Rente, Finanzen und Planung bevor sie eine Funktion bei der Weltbank bekleidete, fasst die Zeitung Valor zusammen. Hierbei sei sie für die Haushaltskontrolle von Ländern mit niedrigen Staatseinnahmen verantwortlich gewesen.

Brasilien hatte 2005 Aufsehen erregt, als es unter dem Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva vorzeitig seine Schulden beim IWF beglich. In der Folge wurde Brasilien zu einem wichtigen Geberland des Wärungsfonds. (ms)

Quelle: Valor Econômico