Der brasilianische Außenminister triff auf seiner Europareise auf seine Amtskollegen in Frankreich und in Schweden / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Außenminister traf auf seiner Europareise auf seine Amtskollegen in Frankreich und in Schweden / Copyright: Agência Brasil

Gestern (28.08.) versammelte sich der brasilianische Außenminister, Antonio Patriota, mit seinem schwedischen Amtskollegen, Carl Bildt, und dem schwedischen Minister für Entwicklungszusammenarbeit, Gunilla Carlsson, in der schwedischen Hauptstadt Stockholm.

Thema des Zusammentreffens ist eine Partnerschaft zwischen Brasilien und Schweden mit dem Ziel, Maßnahmen zur Armutsreduzierung in den Schwellenländern voranzutreiben. Die Vereinbarung trägt den Namen „Übereinkunftsmemorandum über die Partnerschaft und den Dialog für die Globale Entwicklung“ (Memorando de Entendimento sobre Parceria e Diálogo para o Desenvolvimento Global).

Bei ihrem Gespräch analysierten die Vertreter beider Länder die Ergebnisse und Entwicklungen der gerade vergangenen Konferenz der Vereinten Nationen für Nachhaltige Entwicklung, Rio+20, und diskutierten Menschenrechtsfragen sowie die Themen internationale Sicherheit und Frieden.

Auch der wirtschaftliche Austausch zwischen Schweden und Brasilien zeigte in den letzten fünf Jahren ein Wachstum von etwas mehr als acht Prozent. Vom Jahr 2010 zum darauf folgenden Jahr ist der Handelsfluss allein um ein Drittel auf insgesamt 2,7 Milliarden US-Dollar gesteigert worden.

Auf seiner Reise durch Europa war Schweden nach Frankreich die zweite Station für Patriota. Am Tag zuvor (27.08.) hatte er sich mit Laurent Fabius, dem französischen Außenminister, in Frankreich getroffen. Dort wurde ihm von der französischen Regierung Unterstützung für die brasilianische Kampagne bezüglich der Reform des UN-Sicherheitsrats zugesprochen. Weitere Themen waren unter anderem die Gewaltausschreitungen in Syrien, die internationale Wirtschaftskrise sowie die französisch-brasilianische Kooperation in den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Technologie und Energie.

Patriota wird noch bis einschließlich heute (29.08.) in Schweden bleiben, bevor er sich auf den Weg nach Senegal und dann nach El Salvador begibt. (jv)