Die insolvente Bank BVA steht kurz vor der Auflösung. DIe Frist der Zentralbank endet am kommenden Donnerstag (18.04.). / Copyright: Divulgação
Die insolvente Bank BVA steht kurz vor der Auflösung. DIe Frist der Zentralbank endet am kommenden Donnerstag (18.04.). / Copyright: Divulgação

Die insolvente Bank BVA steht kurz vor der Auflösung. DIe Frist der Zentralbank endet am kommenden Donnerstag (18.04.). / Copyright: Divulgação

Die Abwicklung der insolventen brasilianischen Bank BVA wird immer wahrscheinlicher. Ein Treffen von 22 Vertretern der fast 50 Pensionsfonds, die jeweils Anteile an der BVA halten, ging vergangenen Freitag (12.04.) ohne eine Einigung zu Ende. Auf dem Treffen wurde über ein Übernahmeangebot der Finanz- und Investmentgruppe Caoa des Unternehmers Carlos Alberto de Oliveira beraten. Nachdem die Eigner eines kapitalstarken Pensionsfonds das Angebot ablehnten, zog sich de Oliveira vom Verhandlungstisch zurück.

Damit rückt die Auflösung der BVA in greifbare Nähe. Die BVA hatte vergangenen Oktober Insolvenz angemeldet und befindet sich seit dem 19.10.2012 unter der Finanzaufsicht der brasilianischen Zentralbank (Banco Central). Eine Frist von sechs Monaten, die die Zentralbank der zahlungsunfähigen BVA als Aufschub gewährte, damit die Bank neue Finanzinvestoren finden könne, endet kommenden Donnerstag (18.04.). Laut der brasilianischen Tageszeitung Folha de S. Paulo vom Sonntag (14.04.) gehen Insider nicht mehr davon aus, dass die BVA aufgefangen werden könne.

Die brasilianische Bankenaufsicht arbeitet nun daran, dass sich zwischen dem heutigen Montag (15.04.) und Dienstag die Mehrheit der Anteilseigener der BVA zusammensetzen, um an einer Einigung zu arbeiten und das Angebot der Caoa-Gruppe abermals zu begutachten. Dieses sah vor, dass die Caoa sofort mit 35 Prozent des Realwertes der BVA in diese investieren werde, um sie vor dem Zusammenbruch zu retten. Weitere 35 Prozent könnten in der Folge über laufende Kredite wiedergewonnen werden. Dieses Angebot war aber gescheitert, weil der besagte Pensionsfond überdurchschnittlich hohe Anteilsgewinne auf seine Wertpapiere erwarte. Dem wollte die Caoa-Gruppe nicht nachkommen. (ms)