„Crack kann besiegt werden", das neue Crack Bekämpfungsprogramm der brasilianischen Bundesregierung / Copyright: Agência Brasil

„Crack kann besiegt werden", das neue Crack Bekämpfungsprogramm der brasilianischen Bundesregierung / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff schrieb gestern (10.01.) in ihrer Kolumne „Gespräch mit der Präsidentin“ („Conversa com a Presidenta”) über das neue Programm der Bundesregierung gegen die Droge Crack. „Crack kann besiegt werden“ („Crack, é possível vencer”) nennt sich das Programm, welches vorsieht, vier Milliarden Reais (ca. 1,7 Milliarden Euro) in die Behandlung von Crack-Süchtigen sowie in die Prävention und in den Kampf gegen den Handel mit der Droge zu investieren.

Das Thema wurde zu einem Zeitpunkt besprochen, in dem aktuell im Stadtzentrum von São Paulo Aktionen von der Stadtregierung gegen den Crack-Handel durchgeführt werden.

Rousseff bestätigte in ihrer Kolumne, dass die brasilianische Bundesregierung zusammen mit den Bundesstaaten und Gemeinden bis 2014 weitere 2.462 Betten auf speziellen Krankenstationen sowie 308 Beratungsstellen auf der Straße, besonders in der Nähe der Plätze einrichten werde, an denen die Konzentration von Crack-Abhängigen und -Nutzern am höchsten sei. Außerdem sollen 175 psychosoziale Hilfszentren für Alkohol und Drogen entstehen, die 24 Stunden am Tag geöffnet sind.

Die brasilianische Präsidentin sei sich darüber im Klaren, dass der Konsum von Crack und anderen Drogen ein sehr ernst zu nehmendes Problem sei. Sie zeigte sich jedoch zuversichtlich, „dass ein Land wie Brasilien, welches in der Lage ist zu wachsen und soziale Unterschiede zu vermindern, welches 40 Millionen Menschen in die Mittelklasse hinauf gehoben hat und für anderen Nationen zu einem Vorbild wird, auch über alle notwendigen Konditionen verfügt, die Beeinträchtigung durch Drogen auf ein Minimum zu reduzieren.“

In dem neuen Regierungsprogramm gegen Crack werden unter der Leitung des brasilianischen Gesundheitsministers, Alexandre Padilha (PT), weitere Ministerien eingebunden. (jv)