Die anhaltende Dürre in Brasilien lässt die Zuckerernte schrumpfen und die Weltmarktpreise steigen. /Copyright: Agência Brasil
Die anhaltende Dürre in Brasilien lässt die Zuckerernte schrumpfen und die Weltmarktpreise steigen. /Copyright: Agência Brasil

Die anhaltende Dürre in Brasilien lässt die Zuckerernte schrumpfen und die Weltmarktpreise steigen. /Copyright: Agência Brasil

Durch die anhaltende Trockenheit in weiten Teilen Brasiliens sind nicht mehr nur die durchgehende Versorgung der Bevölkerung mit Wasser und Strom während der kommenden Sommermonate in Frage gestellt. Mittlerweile sind die Weltmarktpreise für Lebensmittel durch die brasilianische Dürre betroffen. Zucker, ein wichtiger Leitindex, könnte im laufenden Monat November die größte Preissteigerung der letzten fünf Jahre erfahren, wie die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agriculture Organization of the United Nations, kurz: FAO) am gestrigen Donnerstag (6.11.) warnte. Manch ein Produzent mag darüber keinesfalls unglücklich sein.

Gleichzeitig zeigen die Zahlen der FAO, dass die Preise für Lebensmittel im Allgemeinen im vergangenen Oktober im siebten Monat gefallen sind und sich seit dem Jahr 2010 auf einem Tiefstand befinden. Ein noch stärkerer Rückgang der Lebensmittelpreise sei nur wegen der steigenden Zuckerpreise nicht zu verzeichnen, wird der verantwortliche UN-Mitarbeiter José Graziano da Silva in der Zeitung O Estado de São Paulo vom gestrigen Donnerstag (6.11.) zitiert. Insbesondere die Bereiche Milch und Fleisch sind verantwortlich dafür, dass die Preise sinken. Während die Nachfrage in China gesunken sei, füllten sich die Lager mancher Exportländer.

Doch der Einbruch der brasilianischen Zuckerernte führte zu einem Preisanstieg von 4,2 Prozent in nur einem Monat. Hierfür seien Berichte verantwortlich, die vor einer viel geringeren Zuckerernte warnten, als erwartet werde, so die UN-Organisation. (ms)