Der US-Dollar wächst und Importunternehmen suchen Schutz bei Banken. / Copyright: Agência Brasil
Der US-Dollar wächst und Importunternehmen suchen Schutz bei Banken. / Copyright: Agência Brasil

Der US-Dollar wächst und Importunternehmen suchen Schutz bei Banken. / Copyright: Agência Brasil

Immer mehr brasilianische Firmen suchen Schutz gegen den hohen Kurs des US-Dollar, der sich in diesem Jahr um 15,2 Prozent verteuerte. Durch seine unerwartet schnelle und hohe Aufwertung gegenüber dem brasilianischen Real trifft der aktuelle Wechselkurs insbesondere die Unternehmen, die Schulden in der US-Währung aufweisen. Um über 40 Prozent stieg der Anteil, die Schutz bei Banken suchen.

Der Großteil der betroffenen Unternehmen setzt sich aus Importfirmen von Produkten und Dienstleistungen, wie dem leasing von Anlagen und Einrichtungen, zusammen. Die Firmen, die in den nächsten Monaten ihre Gebühren und Schulden zurückzuzahlen haben, sehen sich mit den enormen Verteuerungen der erworbenen Produkte und Dienstleistungen konfrontiert. Allein im Monat Mai war der US-Dollar von zwei Reais (etwas 62 Eurocent) auf 2,13 Reais (etwa 67 Eurocent) gesprungen.

Um sich gegen die hohen Verluste zu schützen, nehmen derzeit immer mehr Unternehmen den Schutz vor Wechselkursen, so genanntes Hedge Accounting, in Anspruch. Dabei werden die Schulden auf dem aktuellen Wert „eingefroren“, das Unternehmen zahlt der Bank abhängig vom Risiko einer weiteren Verteuerung des US-Dollar eine Gebühr. Die Bank hingegen übernimmt beim Auslaufen des Kredits oder Schulden die durch den Wechselkurs entstandene Differenz. Allein im Mai wurden mit Banken vertraglich Schulden und Kredite in Höhe von 15 Milliarden US-Dollar eingefroren, die in den kommenden Monaten zu bedienen sind. Im Monat August dieses Jahres bis zum 21. 08. 2013, als der US-Dollar die Marke von 2,40 Reais (etwa 75 Eurocent) passierte, wurden neue hedge-Verträge in Höhe von 7,52 Milliarden Reais (etwa 2,27 Milliarden Euro).

Derzeit zählt das für die Registrierungen dieser Abschlüsse verantwortliche Unternehmen, Cetip,  42.798 Verträge, die 164,7 Milliarden Reais (circa 52 Milliarden Euro) Schulden auf dem Wechselkurs des Vertragsabschlusses binden. Im Dezember vergangenen Jahres waren es noch 140,4 Milliarden Reais (etwa 44 Milliarden Euro). (ms)