Das deutsche Unternehmen Fraport möchte bei den Versteigerungen mitbieten / Copyright: Fraport

Das deutsche Unternehmen Fraport möchte bei den Versteigerungen mitbieten / Copyright: Fraport

Gestern (12.12.) veröffentlichte das Sekretariat für Luftftahrt (Secretaria de Aviação Civil, kurz: SAC) die Mindestgebote für die Privatisierung der brasilianischen Flughäfen in Campinas (Viracopos), São Paulo (Guarulhos) und der Hauptstadt Brasília. So wird von den Unternehmen jeweils 2,29 Milliarden Reais (rund 1,3 Milliarden Euro) für Guarulhos, 521 Milliarden Reais (etwa 216 Milliarden Euro) und 75 Milliarden Reais (ca. 31 Milliarden Euro) für den Flughafen in der Hauptstadt verlangt. Die zukünftigen Investoren würden so 51 Prozent der Anteile erwerben. Die restlichen Anteile bleiben bei dem staatlichen, brasilianischem Unternehmen Infraero. Ziel der Privatisierung ist es, die Flughäfen bis zum Jahr 2014 zu modernisieren und zu erweitern, sodass sie unter anderem den von der FIFA geforderten Standards für die Fußball-WM 2014 entsprechen.

Die technischen und wirtschaftlichen Untersuchungen wurden gestern bei dem Tribunal de Contas da União (kurz: TUC) eigereicht. Diese brasilianische Institution hat eine externe Kontrollfunktion bei öffentlichen Geldern und Subventionen, prüft deren Rechtmäßigkeit sowie die Richtigkeit des jährlich beschlossenen Haushaltes. Das TUC prüft nun in einer ersten Phase die Bewilligung der genannten Mindestgebote und die wirtschaftliche sowie technische Realisierbarkeit.

Auch die deutsche Fraport AG möchte bei der geplanten Privatisierung, die bis zum Mai des kommenden Jahres abgeschlossen sein soll, mitbieten und schließt sich dafür mit dem brasilianischen Infrastruktur und Logistikkonzern EcoRodovias zusammen. Fraport betreibt weltweit 13 Flughäfen, unter anderem in Lima, der Hauptstadt von Peru. (gp)