Brasilianer kaufen im Ausland kräftig ein / Copyright: Agência Brasil

Brasilianer kaufen im Ausland kräftig ein / Copyright: Agência Brasil

Die Ausgaben der Brasilianer im Ausland sind im Jahr 2011 um 44% angestiegen. Mit diesem Rekordanstieg genießt die brasilianische Kaufkraft zunehmende Aufmerksamkeit in Europa.

Der Welttourismusorganisation (Organisação Mundial de Tourismo, kurz: OMT) zufolge, lagen die Ausgaben der Brasilianer im Ausland im Jahr 2011 bei 28 Milliarden Reais (ca. 11,6 Milliarden Euro). Diese Summe repräsentiert die 44% Anstieg im Vergleich zu letztem Jahr und ist gleichzeitig die höchste Summe der von der OMT auf ihre Auslandsausgaben hin untersuchten Länder.

Im September zeigten die zuletzt verfügbaren Daten der Brasilianischen Zentralbank (Banco Central, kurz: BC) gegenüber Juli und August (Rekordmonate mit 46% Anstieg der Ausgaben) einen geringen Rückgang, dennoch reicht es für den Rekord in diesem Jahr. Die Ausgaben von chinesischen Touristen sind um 30,2 % und die der russischen Touristen um 21% gestiegen.

Es sind Reisende der brasilianischen Mittel- und Oberschicht, die nicht so stark auf ihre Ausgaben im Ausland achten müssen. Nicht einmal der Anstieg des Wertes des US-Dollars, der im August einsetzte, konnte den Konsum der Brasilianer im Ausland schwächen.

Im Luxushotel „Bristol“ in Paris, wo auch Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff letzten Samstag residierte, und wo eine Übernachtung bei 700 Euro beginnt, machen Brasilianer mehr als 10% der Klientel aus. Ebenso stellen die brasilianischen Touristen mit 410.000 die zweithöchste Anzahl von Besuchern in Pariser Kultureinrichtungen, nach den Amerikanern mit 650.000. So bemüht sich die Administration des Louvre Museums aufgrund des großen Andrangs brasilianischer Besucher schon um eine Übersetzung der Multimedia-Services und der Informationsdokumente auf Portugiesisch. (jv)