Ein Großteil der Lehrer in Brasilien ist der Meinung, dass ihr Beruf nicht ausreichend wertgeschätzt wird / Copyright: Agência Brasil
Ein Großteil der Lehrer in Brasilien ist der Meinung, dass ihr Beruf nicht ausreichend wertgeschätzt wird / Copyright: Agência Brasil

Ein Großteil der Lehrer in Brasilien ist der Meinung, dass ihr Beruf nicht ausreichend wertgeschätzt wird. / Copyright: Agência Brasil

Aus der neuen internationalen Talis-Studie zur Arbeits- und Unterrichtsbedingung von Lehrern von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geht hervor, dass 90 Prozent aller brasilianischer Lehrer sich in ihrem Beruf nicht angemessen wertgeschätzt fühlen. Für die Studie wurden 100.000 Lehrer und Schulleiter in 34 Ländern befragt. Alle Personen, die an der Studie teilgenommen haben, unterrichten die Altersgruppe 11-16 Jahre.

Nur 12,6 Prozent der brasilianischen Lehrer sind mit ihrer Situation zufrieden. Diese Prozentzahl liegt deutlich unter dem internationalen Durchschnittswert von 30,9 Prozent. Trotzdem können sich 87 Prozent der Lehrer in Brasilien in ihrem Beruf verwirklichen. Der internationale Durchschnitt liegt hier bei 91,1 Prozent.

Die brasilianischen Lehrer sind diejenigen, die die meisten Wochenstunden (26 Stunden) von allen Lehrern arbeiten, sechs Stunden mehr als der Durchschnitt. In den Unterrichtsräumen verbringen die Lehrer allerdings auch einen relativ hohen Prozentsatz an Zeit damit, ihre Schüler zu disziplinieren (20 Prozent gegenüber 13 Prozent im Durchschnitt).

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass in den Ländern, in denen sich die Lehrer ausreichend wertgeschätzt fühlen, auch die Ergebnisse der PISA-Studie besser ausfallen. Was die Ausbildung der Lehrkräfte betrifft, haben mehr als 90 Prozent der brasilianischen Lehrer ihren Hochschulabschluss absolviert, 25 Prozent haben keinen entsprechenden Abschluss. (ds)